Letzte Tage in Havanna

Drama | Kuba/Spanien 2016 | 93 Minuten

Regie: Fernando Pérez

Zwei miteinander befreundete Männer Mitte 40, die seit langem in einer Wohnung in Havanna zusammenleben, müssen ihrer bevorstehenden Trennung ins Auge blicken: Der eine leidet an Aids im fortgeschrittenen Stadium, während der andere auf seine Ausreisepapiere für die USA wartet. Die von wenig anderen sozialen Kontakten gestörte Zweisamkeit wird unterbrochen, als die schwangere Nichte des Todkranken auftaucht. Vielschichtiges Kammerspiel, das die festgefahrene Freundschaft der Männer als Sinnbild der Umbrüche in der kubanischen Gesellschaft zeichnet. Ein melancholisches Zeitbild, das feinfühlig die private und kollektive Psychologie Kubas auslotet.

Filmdaten

Originaltitel
ÚLTIMOS DÍAS EN LA HABANA
Produktionsland
Kuba/Spanien
Produktionsjahr
2016
Regie
Fernando Pérez
Buch
Fernando Pérez · Abel Rodríguez
Kamera
Raúl Pérez Ureta
Schnitt
Rodolfo Barros
Darsteller
Jorge Martínez (Diego) · Patricio Wood (Miguel) · Gabriela Ramos (Yusi) · Cristian Jesús Pérez (P4) · Coralia Veloz (Clara)
Länge
93 Minuten
Kinostart
25.01.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion

Mit ausdruckslosem, fast mürrischem Gesicht spült ein Mann langsam und konzentriert die Teller in einer engen Restaurantküche. Im Hintergrund tönt das kubanische Staatsfernsehen lauthals von den großen Errungenschaften auf dem Gesundheitssektor. Nach der Arbeit läuft der Mann durch marode Straßenzüge mit verfallenden Gebäuden. Auf einem ist noch der Schriftzug „La Lucha“ (Der Kampf) zu lesen. Doch der ist lange vorbei. Am Ende der Ära Castro geht es den Menschen im maroden Zentrum von Havanna primär darum, den Alltag zu bewältigen, der zwischen Apathie und emsiger Betriebsamkeit changiert.

„Letzte Tage in Havanna“ erzählt von zwei Männern Ende 40, die Havanna bald verlassen werden.

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