Grace Jones: Bloodlight and Bami - Das Leben einer Ikone

Dokumentarfilm | Irland/Großbritannien 2017 | 120 Minuten

Regie: Sophie Fiennes

Dokumentarfilm über die Performerin und Sängerin Grace Jones, die in den frühen 1980er-Jahren als verstörend-kalte, androgyne Stilikone inszenatorische Maßstäbe setzte und sich mit rund einem Dutzend streng durchinszenierter Songs als Gesamtkunstwerk zu etablieren wusste. Der kurzweilige Film begleitet die sich selbstbewusst bis launisch gebende, dann aber wieder bodenständige Diva bei Auftritten, Konzerten, in Gesprächen und bei einem Familienbesuch in ihrer Heimat Jamaika, wo man auch etwas über ihre biografischen Hintergründe erfährt. Doch selbst in scheinbar privaten Kontexten behält die inzwischen fast 70-Jährige professionell die Kontrolle über ihre Persona in der Hand.

Filmdaten

Originaltitel
GRACE JONES: BLOODLIGHT AND BAMI
Produktionsland
Irland/Großbritannien
Produktionsjahr
2017
Regie
Sophie Fiennes
Kamera
Remko Schnorr
Schnitt
Sophie Fiennes
Länge
120 Minuten
Kinostart
25.01.2018
Fsk
ab 0; f
Genre
Dokumentarfilm | Künstlerporträt
Diskussion

Wer die Performerin und Sängerin Grace Jones im Kontext ihres überraschenden Comeback-Albums „Hurricane“ (2008) einmal live erlebte, hat vielleicht bemerkt, wie sich in die verstörend-kalte Eleganz der Stilikone mit den Jahren eine unschöne Portion uneleganter Vulgarität gemischt hat. Was wohl mit dem Umstand zusammenhängt, dass eine Künstlerin, die ihr Repertoire von gut einem Dutzend seinerzeit großartiger Songs, von „La Vie En Rose“ bis „Slave to the Rhythm“, alternd durch die Jahrzehnte performt, mitunter leicht zur Bierzelt-Animateurin mutieren kann.

Von solchen „Entgleisungen“ ist in der Langzeitbeobachtung von Sophie Fiennes allerdings kaum etwas zu sehen. Daf&uum

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