Über Leben in Demmin

Dokumentarfilm | Deutschland 2017 | 90 Minuten

Regie: Martin Farkas

Am Ende des Zweiten Weltkriegs begingen in der vorpommerschen Kleinstadt Demmin mehrere hundert Bewohner aus Angst vor der heranrückenden Roten Armee Selbstmord. Der Film porträtiert in langen Einstellungen den Ort, der mit seiner Vergangenheit kämpft. Die bewegenden Erinnerungen von Überlebenden des Massenselbstmords werden dabei mit dessen Instrumentalisierung durch Rechtsradikale kontrastiert, die Jahr für Jahr einen Fackelmarsch durch den Ort veranstalten. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Martin Farkas
Buch
Martin Farkas
Kamera
Roman Schauerte
Musik
Mathis Nitschke
Schnitt
Anne Fabini
Länge
90 Minuten
Kinostart
22.03.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte. Die Extras umfasssen u.a. ein Gespräch mit Traumaforscher Prof. Dr. Philipp Kuwert "Geschichte und Trauma".

Verleih DVD
Salzgeber (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
DVD kaufen

Dokumentarfilm über eine Kleinstadt in Vorpommern, die noch immer mit ihrer tragischen NS-Vergangenheit kämpft, was Rechtsradikale für sich instrumentalisieren.

Diskussion

Der Dokumentarfilm „Über Leben in Demmin“ verrät schon in seinem doppeldeutigen Namen, dass er sowohl vom Gestern wie auch von der Gegenwart erzählt: Überlebende, vornehmlich Frauen, berichten von einer traumatischen Katastrophe am Ende des Zweiten Weltkriegs. Mehrere hundert Menschen nahmen sich damals aus Angst vor den heranrückenden Rotarmisten das Leben. Sie schnitten sich die Pulsadern auf, gingen mit Gewichten beschwert in einen der durch die Kleinstadt führenden Flüsse oder erschossen sich. Manche scheuten auch nicht davor zurück, ihre Kinder zu töten. Doch Regisseur Martin Farkas verlässt recht bal

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