The Death of Stalin

Historienfilm | Großbritannien/Frankreich 2017 | 108 Minuten

Regie: Armando Iannucci

Am Abend des 2. März 1953 verlangt der sowjetische Diktator Josef Stalin noch nach der Aufnahme eines Philharmonie-Konzerts, doch am nächsten Morgen ist er einem Schlaganfall erlegen. Bis zu seinem Begräbnis entfaltet sich innerhalb des Zentralkomitees ein mörderischer Kampf um die Nachfolge. Die Satire über Dekadenz und die Brutalität der Macht fußt auf einer gleichnamigen Graphic Novel und ihrer Fortsetzung, aus der auch der extrem sarkastische Humor stammt. Für die Opfer des stalinistischen Terrors bleibt darin kaum Platz. Dafür beeindruckt die Mischung aus Schrecken, Grausamkeit und Dialogwitz durch ihr glänzendes Darstellerensemble und die Illusionslosigkeit, mit der die Zeit nach Stalin bar allen Optimismus angedeutet wird.

Filmdaten

Originaltitel
THE DEATH OF STALIN
Produktionsland
Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Armando Iannucci
Buch
Armando Iannucci · David Schneider · Ian Martin
Kamera
Zac Nicholson
Schnitt
Peter Lambert
Darsteller
Steve Buscemi (Nikita Chruschtschow) · Simon Russell Beale (Lawrenti Beria) · Jeffrey Tambor (Georgi Malenkow) · Michael Palin (Wjatscheslaw Molotow) · Paul Whitehouse (Anastas Mikojan)
Länge
108 Minuten
Kinostart
29.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Historienfilm | Satire
Diskussion
Stalin herrscht im Winter 1952 zwar noch immer mit eiserner Hand über die Sowjetunion, doch der Diktator ist alt geworden. Noch wagt keiner über seinen Tod hinauszudenken, aber der Kampf um die Macht hat schon begonnen. Mit „The Death of Stalin“ setzt der schottische Regisseur Armando Iannucci zu einer schaurigen Komödie über politische Macht und staatlichen Terror an, bei dem hinter dem Witz immer der Schrecken verborgen ist. Im Zentrum steht der engste Zirkel um den Diktator, die mächtigsten Männer des Riesenreichs, die sich in alkoholisierten Männerrunden mit jungenhafter Kameraderie und zotigen Witzen bei Stalin anbiedern: Geheimdienstchef Lawrenti Beria, ZK-Sekretär Nikita Chruschtschow, Außenminister Wjatscheslaw Molotow, der Außenhandelsminister Anastas Mikojan und Generalsekretär Georgi Malenkow, Stalins eifriger Zögling. Noch ist der Einfluss des fast 75-Jährigen in allen Berei

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