Alles Geld der Welt

Drama | USA 2017 | 133 Minuten

Regie: Ridley Scott

Im Sommer 1973 wurde der 16-jährige Enkel des Ölmilliardärs J. Paul Getty in Rom entführt und nach Sizilien verschleppt. Der hartherzige Großvater verweigerte lange Zeit die Zahlung des Lösegelds und provozierte dadurch einen Familienzwist, der ihn noch weiter in die selbstgewählte Isolation trieb. Diese historischen Fakten dienen Inszenierung und ihrem großartigen Hauptdarsteller als Bausteine für ein Entführungsdrama, das die gewohnten Spannungselemente des Genres um ein vielschichtiges Charakterbild und eine ambivalente Familiengeschichte bereichert. Ein ebenso spannender wie hintergründiger Film.

Filmdaten

Originaltitel
ALL THE MONEY IN THE WORLD
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Ridley Scott
Buch
David Scarpa
Kamera
Dariusz Wolski
Schnitt
Claire Simpson
Darsteller
Michelle Williams (Gail Harris) · Mark Wahlberg (Fletcher Chase) · Christopher Plummer (J. Paul Getty) · Romain Duris (Cinquanta) · Charlie Plummer (John Paul Getty III)
Länge
133 Minuten
Kinostart
15.02.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama | Historienfilm | Kriminalfilm
Diskussion

„All the Money in the World“, so der Originaltitel des Entführungsdramas von Ridley Scott, wurde schon Teil der Filmgeschichte, ehe der Film seine Premiere feierte. Kevin Spacey hatte darin als Hauptdarsteller vor der Kamera gestanden, als sich der Regisseur dazu entschloss, 22 Szenen des fertigen Films neu zu drehen, um den wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe in Ungnade gefallenen Schauspieler durch Christopher Plummer zu ersetzen. Nur wenige Auserwählte kennen die ursprüngliche Fassung. Und der 88-jährige Plummer macht seine Sache so gut, dass man sich Spacey in der Rolle des alten Milliardärs J. Paul Getty gar nicht mehr vorstellen kann.

Nicht mehr vorstellen kann man sich fortan auch, dass die letzten Lebensjahre des „reichsten Mannes der Weltgeschichte“ in Details anders ausgesehen haben mögen, als Scott sie beschreibt. Wichtig ist dabei die Tatsache, dass der nur wenige Tage vor der Premiere mit dieser anspruchsvollen Partie konfrontierte Christopher Plummer eine Figur auf der Leinwand verkörpert, die noch lange gegenwärtig bleiben wird.

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