Drama | Deutschland 2014 | 90 Minuten

Regie: Chris Brügge

Ein junger Surfer blickt auf sein Leben zurück und hadert damit, dass er die Zeit nicht zurückdrehen kann. Der extrem fragmentierte, kaleidoskopisch pulsierende Strom aus Episoden und Impressionen entschlüsselt sich retrospektiv als von Schicksalsschlägen und Todesfällen durchzogene Unheilsgeschichte, die den Protagonisten nach einem tieferen Sinn fragen lässt. Der Debütfilm will die dürre Story mit atmosphärisch-assoziativer Wucht in einen allegorischen Bewusstseinsstrom einbetten, verhebt sich dabei aber inszenatorisch wie erzählerisch.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2014
Regie
Chris Brügge
Buch
Chris Brügge
Kamera
Miriam Kolesnyk · Jonas Schneider
Schnitt
Manuel Stettner
Darsteller
Mette Lysdahl (Vivien) · Alexander Milo (Marc) · Isabelle Mann (Lucette) · Nadine Dubois (Schwester) · Pero Radicic (Arzt)
Länge
90 Minuten
Kinostart
15.02.2018
Fsk
Genre
Drama | Experimentalfilm | Filmessay
Diskussion

„Alles verändert sich.“ Es ist eine simple, unumstößliche Tatsache, die der Protagonist Marc im Off eingangs formuliert. Eine existenzielle Notwendigkeit, vor der es kein Entrinnen gibt. Unerfüllbar muss auch die Sehnsucht bleiben, die Marc als nächstes ausspricht: Ach, könnte er doch die Zeit zurückdrehen!

Eingezwängt zwischen dem Unausweichlichen und dem Unmöglichen entwickelt Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Chris Brügge in seinem Langfilmdebüt ein pulsierendes Werk, das sich wie ein brachialer cineastischer Befreiungsschlag ausnimmt.

Brügge bezeichnet sich selbst als Quereinsteiger. Sein Erstling ist keine Abschlussarbeit an einer Filmhochschule. Das merkt man dem Film auch an, im Guten wie im Schlechten. Mit „37&ldqu

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