Das schweigende Klassenzimmer

Drama | Deutschland 2017 | 111 Minuten

Regie: Lars Kraume

Im Oktober 1956 erfahren zwei Abiturienten aus Eisenhüttenstadt bei einem Besuch in Westberlin von den Unruhen in Ungarn. Als der Aufstand blutig niedergeschlagen wird, organisieren sie eine Schweigeminute in ihrer Klasse, was massive Repressionen der DDR-Behörden nach sich zieht. Das mit viel Feingefühl inszenierte Drama konzentriert sich auf die Gewissensnot der Jugendlichen, die den Namen der Rädelsführer verraten sollen, wenn sie zum Abitur und zum Studium zugelassen werden wollen. Ihre Figuren sind als komplexe Charaktere angelegt, was ihr moralisches Dilemma umso glaubwürdiger und die Fragen nach Integrität, Haltung und Widerstand als zeitlose Themen ansichtig macht.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Lars Kraume
Buch
Lars Kraume
Kamera
Jens Harant
Schnitt
Barbara Gies
Darsteller
Leonard Scheicher (Theo Lemke) · Tom Gramenz (Kurt Wächter) · Lena Klenke (Lena) · Jonas Dassler (Erik Babinski) · Isaiah Michalski (Paul)
Länge
111 Minuten
Kinostart
01.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama | Historienfilm
Diskussion
Im Oktober 1956 gehen die Menschen in Budapest auf die Barrikaden. Anfangs sind es Studenten, die demokratische Rechte und den Abzug der Russen fordern. Doch als Regierungstruppen auf die friedlichen Demonstranten schießen, weitet sich der Protest landesweit aus. Von diesen dramatischen Ereignissen in Ungarn erfahren Theo und Kurt aus der Wochenschau. Die beiden Abiturienten sind aus Stalinstadt, dem späteren Eisenhüttenstadt, nach Westberlin gefahren, um das Grab von Kurts Großvater zu besuchen und sich anschließend ins Kino zu schleichen. Einen weit nachhaltigeren Eindruck als die blanke Haut von Liane, dem Mädchen aus dem Urwald, hinterlassen allerdings die aufwühlenden Nachrichtenbilder aus Budapest. Aufgeregt erzählen Kurt, Sohn des Stadtrats, und Theo, dessen Vater als Stahlkocher arbeitet, ihren Schulfreunden und Eltern davon. Sind die Demo

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