Furusato - Wunde Heimat

Dokumentarfilm | Deutschland 2016 | 94 Minuten

Regie: Thorsten Trimpop

Dokumentarfilm über den japanischen Ort Minamisoma, der seit dem Atomunfall im Reaktor Fukushima im Jahr 2011 zur Hälfte innerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone liegt. Ohne einordnenden Kommentar werden Menschen porträtiert, die auf eigene Gefahr in der kontaminierten Gegend leben. Ihre stoische Duldsamkeit wird in Kontrast zum wenig verantwortungsvollen Umgang der Behörden mit dem Strahlenschutz gesetzt und mit stummen Dokumenten des Verfalls ergänzt. Indem die Inszenierung diese auch zur Form erhebt, kündet der Film eindringlich von einer aus den Fugen geratenen Welt und hinterlässt einen beklemmenden Eindruck.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2016
Regie
Thorsten Trimpop
Buch
Thorsten Trimpop
Kamera
Thorsten Trimpop
Schnitt
Stefan Oliveira-Pita · Daniel Mooney
Länge
94 Minuten
Kinostart
08.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Vor fast genau sieben Jahren, am 11. März 2011, ereignete sich östlich der Küste von Honshu eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren Menschheitsgeschichte. Das Tohoku-Seebeben, selbst im erdstoßgeplagten Japan das heftigste je gemessene Ereignis seiner Art, löste eine gigantische Flutwelle aus, die auf bis zu 37 Meter anwuchs und die Küstenorte verwüstete – am stärksten in der Region Miyagi. Der Tsunami, ein japanischer Ausdruck für Hafenwelle, forderte in dem hoch entwickelten Industrieland mindestens 15.893 Menschenleben; 2.500 Personen gelten bis heute als vermisst.

In der Erinnerung der deutschen Öffentlichkeit wird der 11. März aber viel stärker mit einer anderen Folge des Seebebens verbunden: Im Atomreaktor Fuk

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