1000 Arten Regen zu beschreiben

Drama | Deutschland 2017 | 91 Minuten

Regie: Isa Prahl

Ein Jugendlicher entzieht sich kurz vor seinem 18. Geburtstag seiner Familie und schließt sich ohne Erklärung in seinem Zimmer ein, das er fortan nicht mehr verlässt. Seine Angehörigen sind machtlos und überfordert, versuchen die Situation aber geheim zu halten. Was als leise erzähltes Familiendrama beginnt, wandelt sich zum fast hysterischen Film, in dem zuerst der Humor und dann der Verstand der Figuren auf der Strecke bleibt. Trotz starker Darsteller und einer kongenialen Kamera strapaziert eine überdeutliche, symbolhafte Inszenierung das Interesse, Zwischentöne wahrzunehmen und innere Not zu erspüren.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Isa Prahl
Buch
Karin Kaci
Kamera
Andreas Köhler
Schnitt
Daniel Scheuch
Darsteller
Bibiana Beglau (Susanne) · Bjarne Mädel (Thomas) · Emma Bading (Miriam) · Louis Hofmann (Oliver) · Janina Fautz (Elli)
Länge
91 Minuten
Kinostart
29.03.2018
Fsk
ab 12; f
Genre
Drama
Diskussion

Die Tür hat Lackschäden, dort, wo der Hund gekratzt hat. Nicht nur das Tier will zu Mike, sondern auch seine Eltern und seine Schwester Miriam. Doch die Tür bleibt verschlossen, schon seit Wochen. Da hilft kein Geburtstagsständchen zum 18., keine Liebesbekundungen, kein Flehen oder Wüten. Mike hat dichtgemacht, die Rollläden heruntergelassen, sich aus allem herausgezogen. Macht ohne mich weiter, so die unmissverständliche, aber schwer annehmbare Botschaft.

Die Regisseurin Isa Prahl hat für ihr Spielfilmdebüt eine interessante Ausgangssituation gewählt. Was passiert mit einer Familie, wenn einer ausschert, plötzlich verschwindet, obwohl er noch im Haus ist? Klagen darüber gibt es sicher genug, Möglichkeiten auch. Man kann sich hinter einem Berg Arbeit oder dem Handy verschanzen. Im Sch

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