Dokumentarfilm | Frankreich 2017 | 114 Minuten

Regie: Tom Volf

Dokumentarfilm über die legendäre Opernsängerin Maria Callas (1923-1977), in dem die Diva ihr Leben quasi selbst in Gestalt rezitierter Briefe und eines Fernsehinterviews aus dem Jahr 1970 erzählt. Die liebevoll montierte Collage behandelt die frühen Jahre der Künstlerin knapp, räumt den bekannten Skandalgeschichten dafür aber breiten Raum ein. Das große Plus der biografischen Skizze sind jedoch die aufwändig kolorierten und ungekürzten Aufnahmen musikalischer Opern-Soli, die der berückenden Kunst der Sängerin huldigen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
MARIA BY CALLAS
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Tom Volf
Buch
Tom Volf
Schnitt
Janice Jones
Länge
114 Minuten
Kinostart
17.05.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm | Künstlerporträt

Heimkino

Die DVD enthält ein kurzes Interview mit dem Regisseur und zwei Videos historischer Auftritte der Callas mit berühmten Arien: aus dem Jahr 1962 mit "L'amour est un oiseau rebelle" aus Bizets "Carmen" ud aus dem jahr 1958 mit "Casta Diva" aus Bellinis "Norma" (mit einblendbarer Partitur)

Verleih DVD
Prokino
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Diskussion
Die Frau singt um ihr Leben. London, Covent Garden Opera, im Februar 1964: Maria Callas verkörpert die Titelrolle der in politische Intrigen verwickelten Sängerin Floria Tosca in Puccinis gleichnamiger Oper, inszeniert von Franco Zeffirelli. Callas, längst über ihren stimmlichen Zenit hinaus, intoniert das verzweifelte Gebet „Vissi d’Arte“ („Ich lebte für die Kunst, für die Liebe“) aus dem zweiten Akt mit Hingabe und flackernden Spitzentönen. Ihre Performance ist grandios. Tosca fleht Gott an, sie aus den Fängen des sexgierigen Polizeichefs Scarpia zu befreien. Callas richtet sich „in dieser Stunde des Schmerzes“ gleichzeitig ans Publikum. Zur musikalischen Klimax breitet sie die Arme aus, erhebt sich vom Stuhl, tut einen Schritt zur Rampe und faltet schließlich, synchron zum verzweifelten Arienausklang, die Hände. Der zweite Akt dieser Operninszenierung wurde damals von der BBC im Fernsehen übertragen. Es ist das längste Videodokument einer Weltkarriere, die keine zwei Jahrzehnte dauerte, aber einen Nachhall wie kaum eine andere in der Opernwelt erzeugte. Von einem „Tosca“-Filmprojekt, das Zeffirelli drehen wollte, blieb nur der Soundtrack: eine komplette Studio-„Tosca“, eingespielt 1965 in Paris. Die Geschichte von Zeffirellis verunglücktem Spielfilm „Callas Forever“ (2002), in dem Fanny Ardant als Maria

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