Therapie für Gangster

Dokumentarfilm | Deutschland 2018 | 86 Minuten

Regie: Sobo Swobodnik

In dem Niederrheinischen Therapiezentrum (NTZ) in Duisburg sitzen rund 100 drogensüchtige Kriminelle ein, die hier auf richterliche Anweisung „clean“ werden und für das Leben nach der Haft vorbereitet werden sollen. Der hochreflexive und weitgehend im Stil des Direct Cinema gedrehte Dokumentarfilm erzählt aus der Innenperspektive von neun Gefangenen über das Leben im „angewandten Maßregelvollzug“. In den häufig in konzentrierten Nahaufnahmen gefilmten Porträts halten sich Frust, Stolz, Einsamkeit und Trotz die Waage. Manche nutzen die Chance, andere nicht. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Sobo Swobodnik
Buch
Sobo Swobodnik · Eckhard Geitz
Kamera
Sobo Swobodnik
Musik
Till Mertens
Schnitt
Manuel Stettner
Länge
86 Minuten
Kinostart
03.05.2018
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Am Anfang war das Tor. Sehr langsam, geradezu feierlich öffnet es sich zu Beginn des Dokumentarfilms „Therapie für Gangster“ von Sobo Swobodnik. Es wirkt nicht kühl-steril oder abweisend, wie man das bei einer Therapieeinrichtung für Straftäter vielleicht erwarten würde. Das „Niederrheinische Therapiezentrum Duisburg“ (NTZ) wurde offensichtlich sinnästhetisch bewusst mit mehr Farben und Formen errichtet, als es bautechnisch notwendig gewesen wäre. Der schachtelhafte Baukomplex mit seinen drei Häusern, aufgenommen in einer mächtigen Totale vom Duisburger Hafen aus, bildet in dem kontemplativen Dokumentarfilm über suchtkranke Kriminelle in der „Forensischen Psychiatrie“ die visuelle Klamme

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