Dokumentarfilm | Deutschland 2018 | 97 Minuten

Regie: Florian Opitz

Der Glaube, dass die Weltwirtschaft ohne Wachstum nicht funktionieren könne, gilt vielen als eine Art Naturgesetz. Weltweit werden Wissenschaftler, Manager, Rinderzüchter und Berater nicht müde, die Verbindung von Kapitalismus, Globalisierung und Wirtschaftswachstum als Basis von Fortschritt und Humanität zu erklären. Doch Umweltzerstörung, Finanzkrisen und die wachsende soziale Kluft sprechen eine andere Sprache. Das mit prägnanten Zitaten von Karl Marx flankierte dokumentarische Essay von Florian Opitz legt die mentalen Fundamente des Glaubens an die Selbstheiligungskräfte des Marktes frei und stellt dem alternative Überlegungen einer politischen Ökonomie entgegen. Eine bemerkenswert analytische Bestandsaufnahme der Grundlagen der gegenwärtigen Wirtschaftsphilosophie. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Florian Opitz
Buch
Florian Opitz
Kamera
Andy Lehmann
Musik
Cico Beck · Florian Kreier · Bobby Rausch
Schnitt
Frank Müller
Länge
97 Minuten
Kinostart
10.05.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
„Es ist einfacher, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus“, prophezeite vor Jahren der slowenische Philosoph Slavoj Zizek. Vielleicht aber fallen diese beiden Ereignisse irgendwann ja zusammen? Verbunden sind die Visionen von Apokalypse wie unendlichem Wachstum durch den Glauben; final in Gestalt einer Art Jüngsten Gerichts. Doch was stand eigentlich am Anfang? „Akkumuliert, akkumuliert! Das sind Moses und die Propheten“, notierte Karl Marx dazu schon im ersten Band von „Das Kapital“. Marx hatte überhaupt einiges zu sagen. Zu dem Dokumentarfilmer Florian Opitz spricht er auch heute noch: Opitz’ „System Error“, dem Bedürfnis nach schrankenloser Ausbreitung, spürte der Mitbegründer der Ersten Internationalen schon Mitte des 19. Jahrhunderts nach. Opitz, der sich in „Der große Ausverkauf“ (fd 38 174) und „Speed – Auf der Suche na

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