Hagazussa - Der Hexenfluch

Historienfilm | Deutschland/Österreich 2017 | 102 Minuten

Regie: Lukas Feigelfeld

Irgendwo in den österreichischen Alpen, irgendwann in der frühen Neuzeit: Eine junge Frau lebt zusammen mit ihrer Mutter als Ziegenhirtin in einer abgelegenen Hütte bei einem Dorf; in der Dorfgemeinschaft gelten beide Frauen als Hexen und sind deswegen zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Als die Mutter stirbt, wird die Situation für die junge Frau immer schwieriger. Ein meisterlich inszenierter Horrorfilm, der Klischees meidet und stattdessen eindrucksvoll ein Klima von Angst, Aberglaube und latenter Aggression und dessen Auswirkungen auf die Psyche zeichnet.

Filmdaten

Originaltitel
HAGAZUSSA
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2017
Regie
Lukas Feigelfeld
Buch
Lukas Feigelfeld
Kamera
Mariel Baqueiro
Musik
Mohammad
Schnitt
Jörg Volkmar
Darsteller
Aleksandra Cwen (Albrun) · Claudia Martini (Mutter) · Celina Peter (Albrun (jung)) · Tanja Petrovsky (Swinda) · Haymon Maria Buttinger (Dorfpfarrer)
Länge
102 Minuten
Kinostart
17.05.2018
Fsk
ab 16; f
Genre
Historienfilm | Horror

Heimkino

Die Extras des Standard-BD enthalten u.a. einen Audiokommentar des Regisseurs. Die weit umfangreichere „2-Disc Limited Edition“ enthält zudem Lukas Feigelfelds Kurzfilm: „Interferenz“ (Deutschland 2014, 47 Min.) sowie eine geschnittene Szene (3 Min.). Enthalten ist weiterhin ein 36-seitiges Booklet mit Erläuterungen und Analysen zum Film (u.a. den Text "Die Zaunreiterinnen" von Prof. Dr. Marcus Stiglegger, einen Kommentar des Regisseurs zu „Hagazussa“ und den Kurzfilm "Interferenz“). Die „2-Disc Limited Edition“ ist mit dem Silberling 2018 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Indeed Film (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Indeed Film (16:9, 2.35:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion
Langsam, aber dafür gewaltig kommt der Horror hier zur Sache, schleicht sich heran, dringt ein in die Verhältnisse. In einem gewissen Sinn aber ist er schon immer da, in diesem Film und bei seinen Figuren. Die Tonspur ist besonders wichtig hier, darin dräut und dröhnt es von Anfang an, noch bevor die ersten Bilder zu sehen sind, und lässt keinen Zweifel, dass Schlimmes bevorsteht. Totalen eines wolkenverhangenen, schneebedeckten Gebirges eröffnen den Film. Auch der Himmel ist weiß, man meint die Kälte ganz plastisch zu spüren. Eine Frau schleppt sich zu Fuß durch den hohen Schnee, bergauf. Hinter sich zieht sie einen Schlitten. Dann begegnet sie einem Bekannten. Die Menschen sprechen Dialekt, haben Furcht vor der Dunkelheit, und auch sonst ist der Aberglauben in ihren knappen Gesprächen ständig präsent. An ihrer Kleidung sieht man, dass alles in einem früheren Jahrhundert spielt, in der frühen Neuzeit vermutlich. Die Menschen, die man zunächst näher kennenlernt, sind eine Mutter und ihre Tochter Albrun. Sie sind Ziegenhirten und leben in diesen Alpenwäldern i

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