Morgen ist Schluss - Der Anfang

Action | Italien 2014 | 100 Minuten

Regie: Sydney Sibilia

Ein arbeitsloser Neurobiologe sammelt eine Gruppe anderer Wissenschaftler um sich, die ebenfalls ihren Job verloren haben, und will mit ihnen eine neue, „legale“ Droge entwickeln, um das große Geld zu machen. Das aber ruft andere Dealer sowie die Behörden auf den Plan. Der erste Teil einer bonbonbunten Popcorn-Trilogie verpackt bittere Sozialkritik ins Gewand einer Actionkomödie. Der aufwändig produzierte Film glänzt durch Rhythmus, Stilwillen, eine geschickte Dramaturgie, gute Darsteller und funkelnde Dialoge mit viel Sprachwitz, die über manche Drehbuchschwäche hinweghelfen. Allerdings ist der Film nicht frei von fremdenfeindlichen Einfärbungen. (vgl. „Morgen ist Schluss - Masterclass“ und „Morgen ist Schluss - Ad Honorem“.) - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
SMETTO QUANDO VOGLIO
Produktionsland
Italien
Produktionsjahr
2014
Regie
Sydney Sibilia
Buch
Valerio Attanasio · Andrea Garello · Sydney Sibilia
Kamera
Vladan Radovic
Musik
Andrea Farri
Schnitt
Gianni Vezzosi
Darsteller
Edoardo Leo (Pietro Zinni) · Valeria Solarino (Giulia) · Valerio Aprea (Mattia Argeri) · Paolo Calabresi (Arturo Frantini) · Libero de Rienzo (Bartolomeo Bonelli)
Länge
100 Minuten
Kinostart
03.05.2018
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Action | Komödie | Krimi

Heimkino

Verleih DVD
Missingfilms/Indigo (16:9, 2.35:1, DD2.0 ital.)
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Diskussion

Akademiker stellt der Schrottplatzbesitzer prinzipiell nicht ein; er bevorzugt „Mitarbeiter mit Lebenserfahrung“. Weshalb der Kulturanthropologe Andrea, trotz Goldkettchen über dem Feinripp-Unterhemd, zunächst in derbem Slang leugnet, jemals über Mittelschulniveau hinausgekommen zu sein. Da ihm aber ein paar Fremdwörter herausrutschen, muss er den Hochschulabschluss schließlich doch beichten: „Eine Jugendsünde, die ich einsehe!“ Der Schrotthändler bleibt trotzdem hart.

Hochgebildete Wissenschaftler, deren Fachwissen nutzlos geworden ist, und die deshalb am Rande des Existenzminimums leben, bilden die Ausgangssituation der Film-Trilogie „Morgen ist Schluss“, die in Italien für Furore sorgte. Dem bonbonbunten Popcorn-Kino wohnt ein bitterer, sehr realer Kern inne. Seit Jahrzehnten ist die Arbeitsmarktlage für Uni-Absolventen in Italien durch Kürzung und die grassierende Vetternwirtschaft extrem angespannt; davon erzählen auch andere Filme, etwa Paolo Virzìs schwarze Komödie „Das ganze Leben liegt vor dir“ (fd 39 784).

Die Trilogie begegnet dem akademischen Prekariat mit beißendem Humor, verpackt die Sozialkritik jedoch in le

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