The Hurricane Heist

Action | USA 2018 | 103 Minuten

Regie: Rob Cohen

Ein unzufriedener Verwalter in der Banknoten-Deponie der US-amerikanischen Finanzbehörde will den Zeitpunkt nutzen, als draußen einer der schlimmsten Hurrikane tobt, um 600 Millionen Dollar zu stehlen. Eine überraschungslose Kombination aus Katastrophen- und Einbrecherfilm, in dem auch die Aneinanderreihung von Actionszenen keine Funken schlägt, sondern in billig produzierten Zerstörungsorgien versackt. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
THE HURRICANE HEIST
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Rob Cohen
Buch
Scott Windhauser · Jeff Dixon
Kamera
Shelly Johnson
Musik
Lorne Balfe
Schnitt
Niven Howie
Darsteller
Toby Kebbell (Will Rutledge) · Maggie Grace (Casey Corbyn) · Ryan Kwanten (Breeze Rutledge) · Ralph Ineson (Connor Perkins) · Melissa Bolona (Sasha Van Dietrich)
Länge
103 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Action | Katastrophenfilm | Krimi

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Lahmer Versuch, Katastrophen- und Einbrecherfilm miteinander zu kombinieren

Diskussion
Von der „Höllenfahrt der Poseidon“ (fd 18 169) über „Twister“ (fd 32 099) bis zu „Geostorm“ (fd 45 063) haben sich Leinwandhelden verschiedenster Generationen mit extremem Wetter herumgeschlagen – zum Schrecken und Vergnügen des Publikums. Da das Genre in seinen eigenen Limitationen zu ersticken droht, kamen die Autoren von „The Hurricane Heist“ wohl auf die Idee, das wetterbedingte Chaos um die Bestandteile einer anderen Filmgattung zu ergänzen, des Einbrecherfilms. Dabei handelt es sich um viel Geld, genau gesagt um 600 Millionen Dollar in Banknoten. Die Scheine warten in einer nach allen Regeln der Kunst gesicherten Deponie darauf, vernichtet zu werden. So macht es die US-amerikanische Finanzbehörde, wenn alte Banknoten zugunsten von Neudrucken aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Wenn es im Kino um eine große Menge Geld geht, ist stets auch ein unzufriedener, skrupelloser Verwalter zur Hand, der sich an dem Staatseigentum bereichern möchte. Hier heißt er Perkins und hat die absurde Idee ausgeknobelt, die Millionen genau dann zu stehlen, als einer der destruktivsten Wirbelstürme die Gegend verwüstet. Perkins Plan beruht auf dem Gedanken, dass alle, die sich ihm in den Weg stellen könnten, dann vollauf mit anderen Dingen beschäftigt sind. Doch wie das bei dieser Art von Filmen nun einmal so ist, hat er weder mit dem Widerstand jener Person gerechnet, die den Zugangscode kennt, noch mit der Einsatzbereitschaft zweier Brüder, die sich nur zu gut daran erinnern, wie ihr Vater vor Jahren in einem ähnlichen Sturm ums Leben gekommen ist. Zuschauer von Filmen wie „The Hurricane Heist“ erwarten bei einem Film dieser Art kaum eine originelle, in ihren Konsequenzen unvorhersehbare Story. Die Geschichte ist hier wenig mehr als ein Aufhänger für Actionszenen, die Angst und Schrecken verbreiten sollen. Allerdings sind Kinogänger, die sich immer noch Nervenkitzel von überdimensionalen Unwettern versprechen, inzwischen an ausgetüftelte CGI-Spektakel gewöhnt, in denen die Erde dem Können hochqualifizierter Digitaltechniker zum Opfer fällt. In „The Hurricane Heist“ geht es zwar laut zu, doch es fliegen einem weder Autos noch Häuser in 3D um die Ohren; die wahrscheinlich schlecht bezahlten Effektspezialisten haben sich dazu hinreißen lassen, etwas Neues, Fantasievolles zu erfinden, um nicht nur den malträtierten Darstellern, sondern auch den gelangweilten Zuschauern den Atem stocken zu lassen. Hier werden zwar die Requisiten eines halben Filmstudios ruiniert, doch nichts veranlasst einen dazu, an der monotonen Destruktion oder dem Schicksal der Beteiligten Anteil zu nehmen. In Szene gesetzt hat das alles Rob Cohen, der unter anderem durch die „Fast and Furious“- und „xXx“-Filme bekannt wurde. Sein „Hurricane Heist“ aber ist der Beweis dafür, dass die Routine solcher Actionfilme nur funktionieren kann, wenn die Geistlosigkeit der Storys durch erfindungsreiche, teure Technik kompensiert wird. „The Hurricane Heist“ hat nur 35 Mio. Dollar gekostet, was in Hollywood heutzutage ein Klacks ist.
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