Zentralflughafen THF

Dokumentarfilm | Deutschland/Frankreich/Brasilien 2018 | 101 Minuten

Regie: Karim Aïnouz

In den Hangars des stillgelegten Tempelhofer Flughafens leben geflüchtete Menschen in dünnwandigen Wohnwaben auf engstem Raum. Ein Jahr lang dokumentiert der Film den Alltag in der größten Flüchtlingsunterkunft Berlins, streng alternierend zwischen Freizeitaktivitäten der Stadtbevölkerung und dem improvisierten Dasein im Hangar. Ein geflüchteter Syrer steuert aus dem Off Erzählungen bei. Das eröffnet neue, wohltuend humorvolle Perspektiven auf das Ankommen in Deutschland, auf Heimat, Heimatlosigkeit und das Dazwischen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
CENTRAL AIRPORT THF
Produktionsland
Deutschland/Frankreich/Brasilien
Produktionsjahr
2018
Regie
Karim Aïnouz
Buch
Karim Aïnouz
Kamera
Juan Sarmiento G.
Musik
Benedikt Schiefer
Schnitt
Felix von Boehm
Länge
101 Minuten
Kinostart
05.07.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Es fehlt nicht an Humor. Eigentlich ist das Ganze ein Witz, eine Art Treppenwitz der Geschichte: Die Hangars eines stillgelegten Flughafens, zumal die von Tempelhof, dem ehemaligen Nazi-Vorzeigeprojekt, Hort der Luftbrücke und späteren Militärbasis der US Air Force, fungieren als Flüchtlingsunterkunft. Ein Flugfeld, so scheint es „Zentralflughafen THF“ von Karim Aïnouz zu erzählen, kann man durchaus umwidmen; ein Flugfeld kann zur Heimat werden. Etwa für urbane Gärtner, inklusive deren basisdemokratischen Ritualen. Ein Hangar aber bleibt weiterhin ein Transitraum. Sogar Flugzeuge parken noch davor. Einige Geflüchtete, die nach Tempelhof kommen, hätte angesichts der Flugzeuge die Angst gepackt, in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden, nach Afghanistan oder nach Syrien. Das sei das Lustigste, was

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