Hereditary - Das Vermächtnis

Horror | USA 2018 | 128 Minuten

Regie: Ari Aster

Eine Frau, die kunstvolle Miniaturen herstellt und mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem abgeschiedenen Haus lebt, gerät nach dem Tod der Großmutter in den Sog unheimlicher Begebenheiten. Das ohnehin angespannte Verhältnis zu ihrem Sohn wird dadurch weiter belastet. Ein weitgehend subtiler, meisterlich inszenierter Horrorthriller, dessen Schrecken sich weniger auf blutige Effekte als auf eine dezent ins Surreale spielende Raumpoetik und eindrucksvolle Figuren stützt. Die Andeutungen des Übernatürlichen, die sich gegen Ende in handfesten Horror verwandeln, umspielen eine Geschichte, in der es vor allem um das Ausloten komplexer familiärer Beziehungen geht. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
HEREDITARY
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Ari Aster
Buch
Ari Aster
Kamera
Pawel Pogorzelski
Musik
Colin Stetson
Schnitt
Jennifer Lame · Lucian Johnston
Darsteller
Toni Collette (Annie Graham) · Gabriel Byrne (Steve Graham) · Alex Wolff (Peter Graham) · Milly Shapiro (Charlie Graham) · Ann Dowd (Joan)
Länge
128 Minuten
Kinostart
14.06.2018
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Horror

Heimkino

Die Schweizer Standardausgabe (DVD & BD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Extras der Editionen von Splendid enthalten u.a. ein Feature mit im Film nicht verwendeten Szenen (17 Min.).

Verleih DVD
Splendid & Ascot Elite (16:9, 2.00:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Splendid & Ascot Elite (16:9, 2.00:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen

Weitgehend subtiler, meisterlich inszenierter Horrorthriller, dessen Schrecken sich weniger auf blutige Effekte als auf eine dezent ins Surreale spielende Raumpoetik und eindrucksvolle Figuren stützt.

Diskussion

Damit Horrorfilme Angst und Schrecken verbreiten, braucht es immer wieder neue, furchtbarere Manifestationen des Bösen und drastischere Schocks – vermeintlich! Tatsächlich kommt es für die Wirkmächtigkeit des Horrors nicht nur darauf an, uns vor jemandem oder etwas Angst zu machen, sondern vielleicht noch mehr darauf, uns um jemanden bangen zu lassen. Eine der wichtigsten Ressourcen des Genres, dem oft Sadismus unterstellt wird, ist nämlich gerade unsere Empathie, unsere Bereitschaft, uns in jemanden hineinzuversetzen, Leiden mitzuempfinden. Die besten Filme des Genres beherzigen das und sind denn auch diejenigen, die gut altern und deren Schrecken sich nicht abschleift, wenn die Tabu-Grenzen des Genres wieder einmal weiter sinken. Man denke etwa an Roman Polanskis „Rosemaries Baby“ (fd 15 794), dessen Teufels-Fabel so gut funktioniert, weil die zarte, verletzbare Mia Farrow als unwiderstehlicher Anker für die Anteilnahme des Publikums fungiert.

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren