Auf der Suche nach Oum Kulthum

Drama | Deutschland/Österreich/Italien/Marokko 2017 | 91 Minuten

Regie: Shirin Neshat

Als eine iranische Filmemacherin die Gelegenheit bekommt, einen Film über die legendäre ägyptische Sängerin Oum Kulthum (1904-1975) zu drehen, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Doch während der Dreharbeiten sieht sie sich mit Argwohn und Anfeindungen sowie auch mit persönlichen Krisen konfrontiert. Die Künstlerin und Regisseurin Shirin Neshat, die wie ihre Protagonistin als Exil-Iranerin lebt, verwebt mit traumhaft-surrealen Mitteln und einer ebenso polierten wie kitschigen Bildsprache mehrere Handlungsebenen und Figuren zu einer vielschichtigen Film-im-Film-Erzählung. Ausbuchstabierte Dialoge und das hölzerne Spiel der Darstellerinnen bringen jedoch weder die Filmemacherin noch die mythisch verklärte Sängerin näher. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LOOKING FOR OUM KULTHUM
Produktionsland
Deutschland/Österreich/Italien/Marokko
Produktionsjahr
2017
Regie
Shirin Neshat
Buch
Shirin Neshat · Shoja Azari
Kamera
Martin Gschlacht
Musik
Amine Bouhafa
Schnitt
Nadia Ben Rachid
Darsteller
Neda Rahmanian (Mitra) · Yasmin Raeis (Ghada) · Mehdi Moinzadeh (Amir) · Kais Nashif (Ahmed) · Nour Kamar (Oum Kulthum (jung))
Länge
91 Minuten
Kinostart
07.06.2018
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion
Als Anfang des Jahres 2018 der in Berlin lebende israelische Künstler Ariel Ashbel ein Stück über die ägyptische Sängerin Oum Kulthum (1904-1975) auf die Bühne brachte, formierte sich in den sozialen Netzwerken unmittelbar Widerstand. Ashbel wurde kulturelle Aneignung und eine kolonialistische Haltung vorgeworfen, es kam zu Boykottaufrufen. In einer ähnlich prekären Situation befindet sich die iranische Filmemacherin Mitra, die Hauptfigur in Shirin Neshats hochstilisiertem Porträtfilm „Auf der Suche nach Oum Kulthum“, in dem sich auch Neshats eigene Rolle spiegelt. Ständig wird Mitra, die einen Film über die arabische Ikone dreht, mit dem Vorwurf konfrontiert, sie könne als Exil-Iranerin Oum Kulthum nicht verstehen, zumal sie nicht einmal Arabisch spreche. „Haben Sie denn überhaupt Übersetzungen der Verse?“, wird sie auf einer Party argwöhnisch gefr

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