Drama | Deutschland 2017 | 88 Minuten

Regie: Rick Ostermann

Die Entscheidung ihres Sohnes, sich als Soldat für den Einsatz in einem Krisengebiet zu melden, stößt ein bildungsbürgerliches Paar vor den Kopf. Parallel dazu wird ein zukünftiger Handlungsstrang verfolgt, in dem sich der seelisch zerstörte Familienvater allein in eine Berghütte zurückzieht, auf die auch ein Fremder Anspruch erhebt. Ein Konflikt entsteht, der schließlich gewaltsam eskaliert. Ungewöhnlich dicht inszeniertes Drama, das seine beiden Ebenen zwar nicht immer schlüssig verbindet, das gespaltene Verhältnis der bürgerlichen Gesellschaft zu Krieg und Gewalt aber packend auf den Punkt bringt. Eine hintersinnige Reflexion, die lange nachhallt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Rick Ostermann
Buch
Hannah Hollinger
Kamera
Leah Striker
Musik
Stefan Will
Schnitt
Christoph Wermke
Darsteller
Ulrich Matthes (Arnold) · Barbara Auer (Karen) · Jördis Triebel (Anne) · Lili Epply (Sandra) · Johannes Gabl (Fremder)
Länge
88 Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung
Diskussion

Ungewöhnlich dicht inszeniertes Drama, das auf zwei Handlungsebenen vom gespaltenen Verhältnis der bürgerlichen Gesellschaft zu Krieg und Gewalt erzählt.

Es ist nicht nur das Thema, sondern vor allem auch die Erzählstruktur, die aufmerken lässt. So findet der Krieg, in den Chris, der Sohn der Familie Stein, als Bundeswehrsoldat zieht und bei dem er ums Leben kommt, zwar in Afghanistan statt, doch er führt auch die Familie zuhause in Berlin in ein Verhängnis, an dem sie zerbricht.

Wie es dazu kam, erfährt man erst nach und nach durch Rückblenden. Als eigentlicher „Kriegsschauplatz“ entpuppt sich die winterliche Tiroler Bergwelt. Sein unbestrittener Protagonist ist Chris’ Vater, Arnold Stein, beeindruckend verkörpert durch

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