Drama | Italien/Frankreich 2018 | 99 Minuten

Regie: Matteo Garrone

In einer allegorisch-stilisierten italienischen Küstenstadt kümmert sich ein Hundefriseur liebevoll um seine Tochter und pflegt mit Geduld und Sorgfalt die ihm anvertrauten Tiere. Doch dunkle Geschäfte mit einem befreundeten Kriminellen bringen seine ausbalancierte Existenz in eine Schieflage. In gänzlicher Verkennung der Verhältnisse stilisiert sich der Kleinkriminelle zu einer Art Erlöserfigur. Die beeindruckende Charakterstudie spart nicht mit Spott und Ironie und entwirft mit Elementen des Film noir ein gespenstisches Bild des krisengeschüttelten Landes. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
DOGMAN
Produktionsland
Italien/Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Matteo Garrone
Buch
Matteo Garrone · Ugo Chiti · Massimo Gaudioso
Kamera
Nicolai Brüel
Musik
Michele Braga
Schnitt
Marco Spoletini
Darsteller
Marcello Fonte (Marcello) · Edoardo Pesce (Simoncino) · Alida Baldari Calabria (Alida) · Nunzia Schiano (Simoncinos Mutter) · Adamo Dionisi (Franco)
Länge
99 Minuten
Kinostart
18.10.2018
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Das italienische Kino scheint seine ambivalente Sicht auf das eigene Land derzeit am besten dadurch zu sublimieren, dass es den trostlosen Zustand in einer barock-grotesken Bilderflut ertränkt. Oder es vereinfacht die unüberschaubaren Verhältnisse und nutzt märchenhafte oder allegorische Formen zur Selbstkritik. So projiziert der Regisseur Matteo Garrone (Porträt des Regisseurs) in „Dogman“ die Handlung in eine namenlose, etwas aus der Zeit gefallene Küstenstadt. Deren Ansicht wirkt ganz im Stil der Pittura Metafisica, als habe man die Gebäude

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