Drama | Russland/Deutschland/Polen/Kasachstan/VR China 2018 | 114 Minuten

Regie: Sergej Dwortsewoi

Eine illegal unter erbärmlichen Umständen in Moskau lebende kirgisische Immigrantin lässt ihren Sohn nach der Geburt im Krankenhaus zurück. Auf der verzweifelten Suche nach einer Arbeit irrt sie durch die winterliche Stadt, erlebt aber immer nur weitere Ausbeutung und Kälte. Das bedrückende Porträt einer Gesellschaft, die von der Indifferenz der Wohlhabenden und der Verzweiflung der Hungrigen geprägt ist, kreiert eine beklemmend klaustrophobische Atmosphäre. Das beeindruckende Sozialdrama vermittelt hautnah und ohne Rührseligkeit das Schicksal seiner Protagonistin, deren Kraft und Leiden die Hauptdarstellerin eindringlich verkörpert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
AYKA
Produktionsland
Russland/Deutschland/Polen/Kasachstan/VR China
Produktionsjahr
2018
Regie
Sergej Dwortsewoi
Buch
Sergej Dwortsewoi · Gennadi Ostrowski
Kamera
Jolanta Dylewska
Schnitt
Sergej Dwortsewoi · Petar Markovic
Darsteller
Samal Esljamowa (Ayka) · Zhipargul Abdilajewa (Chinara) · David Alaverdyan (Wohnungsbesitzer) · Sergej Mazur (Tierarzt) · Slawa Agaschkin (Autowaschanlagen-Besitzer)
Länge
114 Minuten
Kinostart
18.04.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Beeindruckendes Sozialdrama über eine illegal unter erbärmlichen Umständen in Moskau lebende kirgisische Immigrantin, die immer wieder auf Ausbeutung und menschliche Kälte stößt.

Vier Neugeborene werden durch den Krankenhausflur in einen großen Saal voller Babys geschoben. Auf Russisch schallen die Kommandos der Krankenschwestern durch den Raum: „Wach auf. Du musst dein Kind stillen!“ Die erschöpften Mütter leisten der Aufforderung Folge. Nur die junge Kirgisin Ayka (Samal Esljamowa) flüchtet ins Badezimmer, zerschlägt die Scheibe und springt in den klirrend kalten Moskauer Winter hinaus. Die junge Frau will keine Mutter sein; dafür hat sie keinen Raum und keine Zeit.

Aus der Geburtsklinik hetzt sie durch die verschneiten Straßen, bis sie in dunklen Kellergewölben ankommt, einer illegalen Geflügelschla

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