Paulus, der Apostel Christi

Bibelfilm | USA 2018 | 108 Minuten

Regie: Andrew Hyatt

Ein Bibelfilm über Paulus aus Tarsus, der sich auf die letzte Lebensspanne des Apostels konzentriert. Paulus wartet in einem römischen Gefängnis auf die Vollstreckung des Todesurteils: Kaiser Nero gibt ihm und anderen Christen die Schuld am Brand Roms und verfolgt die christlichen Gemeinden grausam. Im Kerker bekommt Paulus Besuch von Lukas, der vor dessen Tod sein Glaubensvermächtnis niederschreiben will. Die christliche Gemeinde bangt derweil nicht nur um den Apostel, sondern ringt auch mit der Frage, wie sie sich angesichts der ständigen Bedrohung verhalten soll. Der Film bewegt sich mit seiner Gegenüberstellung eines dekadenten Imperiums mit der noch jungen christlichen Religion auf relativ ausgetretenen Bibelfilm-Spuren und lässt dafür wichtige Aspekte der Paulus-Gestalt unterbelichtet. Zwar überzeugt der kammerspielartige Ansatz, mit dem der Film in ruhigen Dialog-Szenen die Nöte und Dilemmata der verfolgten Christen auslotet, jedoch verwässert er ihn durch rührselige melodramatische Einschübe und eine ins Kitschige abdriftende Inszenierung. - Ab 12.

Filmdaten

Originaltitel
PAUL, APOSTLE OF CHRIST
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Andrew Hyatt
Buch
Terence Berden · Andrew Hyatt
Kamera
Gerardo Madrazo
Musik
Jan A.P. Kaczmarek
Schnitt
Scott Richter
Darsteller
James Caviezel (Lukas) · James Faulkner (Paulus) · Olivier Martinez (Mauritius Gallas) · Joanne Whalley (Priscilla) · John Lynch (Aquila)
Länge
108 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 12.
Genre
Bibelfilm

Heimkino

Verleih DVD
Sony
Verleih Blu-ray
Sony
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Diskussion

Es ist eigentlich erstaunlich, dass es nur wenige Filme über den Apostel Paulus gibt. Die biblischen Texte der Apostelgeschichte, die Paulus-Briefe und die Legenden über ihn böten mehr als genug dramatischen Stoff: Die erstaunliche Wandlung vom Christenverfolger zum glühenden Missionar im Namen Christi, der (vermutete) Märtyrertod in Rom, vor allem aber die vielen Reisen, die Paulus quer durch Kleinasien und den Mittelmeerraum führten, um als „Völkerapostel“ die Botschaft von Tod und Auferstehung Jesu über den jüdischen Raum hinaus zu verbreiten.

Pier Paolo Pasolinis Versuch, die Paulus-Figur ins 20. Jahrhundert zu verlegen, blieb durch seinen frühen Tod trotz jahrelanger Vorarbeit unvollendet. Die US-Produktionsfirma Affirm Films, die sich vornehmlich auf Filme zu biblischen und spirituellen Themen für ein christlich orientiertes Publikum spezialisiert hat, besetzt mit „Paulus, der Apostel Christi“ also durchaus ein Thema, bei dem cineastischer Nachholbedarf besteht.

Umso enttäuschender ist, dass Regisseur Andrew Hyatt, de

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