Komödie | Deutschland 2017 | 91 Minuten

Regie: Jakob Lass

Die chaotische Silvesternacht in einem abrissgefährdeten Hamburger Musikclub beschert dessen Besitzer zahllose Anforderungen, die er zeitgleich meistern soll. Eine Ex-Freundin lässt alte Gefühle wieder aufleben, eine Kiezgröße verlangt Geld, ein Freund droht am musikalischen Ruhm zu zerbrechen und schleppt seinen drogenvernebelten Vater in den Club, dem auch die Mutter, die konservative Innensenatorin, auf dem Fuß folgt. Unter semi-dokumentarischen Bedingungen gedrehte Romanverfilmung als improvisiert-stilisiertes Durcheinander, in dem sich immer wieder surreale Episoden des Exzesses ergeben. Die eher konventionellen Erzählstränge bremsen den temporeichen Film mitunter aus. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Jakob Lass
Buch
Jakob Lass · Hannah Schopf
Kamera
Timon Schäppi
Musik
Greatest Kidz
Schnitt
Gesa Jäger
Darsteller
Niklas Bruhn (Oskar Wrobel) · Mathias Bloech (Rocky) · Martina Schöne-Radunski (Nina) · Tinka Fürst (Mathilda) · David Schütter (Pablo)
Länge
91 Minuten
Kinostart
16.08.2018
Fsk
ab 16; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Komödie | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
dcm/Universum (16:9, 2.35:1, dts-HDRA dt.)
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Diskussion
Die Idee ist bestechend naheliegend und auch nicht neu, allerdings dringend geboten, wenn man sich um die Verfilmung eines Pop-Romans bemüht, der ganz dem Mythos der Nacht, dem Mythos des Clubs und dem Pop-Mythos des „Gerade Eben Jetzt“ (Eckhard Schumacher) als einer Feier der emphatischen Gegenwart gilt. Die Rede ist von Tino Hanekamps Szene- und Milieustudie „So was von da“, die das, was beschworen wird, bereits im Titel trägt. Es geht um das große, irrationale „Jetzt!“ (Rainald Goetz). Der Filmemacher Jakob Lass, der schon in „Love Steaks“ (fd 42 290) mit den Möglichkeiten des Semi-Dokumentarischen experimentiert hat, spricht von einer „improvisierten Romanadaption“, in der es mehr um die Ermöglichung einer körperlichen Erfahrung der „Vibes“ einer Clubnacht geht als um eine inhaltsgebundene Um- oder Übersetzung der Romanhandlung. Um diese Energie zu erzeugen, verzichtet Lass auf die Inszenierung von Club-Atmosphäre, die schon viele Filme beschädigt hat, und setzt stattdessen auf das „real thing“. Der Trick dabei: Hier wird nicht Party „gespielt“, sondern Party gemacht. In einem rich

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