Alles ist gut (2018)

Drama | Deutschland 2018 | 94 Minuten

Regie: Eva Trobisch

Eine junge Frau lernt auf einem Klassentreffen einen sympathisch wirkenden Mann kennen, der im Anschluss an die Feier zudringlich wird und sie vergewaltigt. Von widersprüchlichen Gefühlen gequält, verheimlicht sie das Geschehen vor ihrer Umwelt und möchte weiterleben wie bisher, begegnet bei ihrer Arbeit aber erneut ihrem Peiniger. Der sichtlich Beschämte ist bereit, sich ihrem Willen unterzuordnen, verstärkt die Unsicherheit seines Opfers aber damit erst recht. Sorgfältig entwickeltes, von nuancierten Dialogen und komplexen Charakteren profitierendes Drama, das vor allem den Konflikt zwischen äußerer Fassade und innerer Aufwühlung nach einer sexuellen Gewalttat psychologisch genau erfasst. Die unaufdringliche Inszenierung belässt den Figuren ihre Ambiguität, wobei sie sich auf großartige Darsteller stützen kann. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Eva Trobisch
Buch
Eva Trobisch
Kamera
Julian Krubasik
Schnitt
Kai Minierski
Darsteller
Aenne Schwarz (Janne) · Andreas Döhler (Piet) · Hans Löw (Martin) · Tilo Nest (Robert) · Lisa Hagmeister (Sissi)
Länge
94 Minuten
Kinostart
27.09.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Ein sorgfältig entwickeltes, von nuancierten Dialogen und komplexen Charakteren profitierendes Drama über eine Vergewaltigung und ihre Folgen für Opfer wie Täter, das vor allem den Konflikt zwischen äußerer Fassade und innerer Aufwühlung nach einer sexuellen Gewalttat psychologisch genau erfasst.

Das Klassentreffen kommt zu keinem guten Zeitpunkt. Janne ist alles andere als begeistert davon, frühere Schulkameraden wiederzusehen. Schließlich werden dabei zwangsweise Lebensbilanzen verglichen, und ihre eigene fällt recht ernüchternd aus: Mit ihrem Freund Piet hat die Endzwanzigerin in München einen kleinen Verlag geführt, gegen den gerade ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Noch unausgesprochen steht die Beziehung zu ihrem Partner ebenfalls auf dem Prüfstand, für ihre Zukunft gibt es noch keinen neuen Plan.

Trotzdem lässt sich Janne auf die Party ein und hat dabei weit mehr Spaß als erwartet. Zwischen Bar und Tanzfläche macht sie die Bekanntschaft von Martin, einem großen, sympathisch wirkenden Brillenträger, mit dem sie sich sofort versteht. Gemeinsam reden, lachen und trinken sie und brechen schließlich zusammen auf. Der Einfachheit halber will Janne ihn bei sich zuhause schlafen lassen, albert auf dem Weg und am Haus angekommen

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