Dokumentarfilm | Deutschland 2017 | 102 Minuten

Regie: Annekatrin Hendel

Dokumentarisches Filmporträt der ostdeutschen Funktionärsfamilie Brasch, die neben dem stellvertretenden DDR-Kulturminister Horst Brasch mehrere Schauspieler und Schriftsteller, darunter den bekannten Autor Thomas Brasch, hervorbrachte. In der Darstellung dreier Generationen, die die Spannungen der DDR-Geschichte innerhalb der eigenen Familie austragen, erweist sich die Spiegelung der Familiensaga in der Historie als produktiver, kluger Ansatz. Neben der privilegierten Behandlung der Vater-Sohn-Konflikte werden allerdings manche anderen interessanten Aspekte nur angerissen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Regie
Annekatrin Hendel
Buch
Annekatrin Hendel
Kamera
Thomas Plenert · Martin Farkas
Schnitt
Jörg Hauschild
Länge
102 Minuten
Kinostart
16.08.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion
Marion Brasch steht vor einer lose zusammengestellten Fotowand und erzählt von den Zerwürfnissen und Beschädigungen in ihrer Familie. Dass sie sich dabei in dem glatten Bilduntergrund spiegelt, mag vielleicht Zufall sein, passt aber ganz gut zum Modus des reflexiven Erzählens. Denn auch wenn die heutige Schriftstellerin und Radiojournalistin bereits vor sechs Jahren ihre Erinnerungen unter dem Titel „Ab jetzt ist Ruhe: Geschichte meiner fabelhaften Familie“ veröffentlichte, scheint es manchmal, als sei sie noch immer mit dem Sortieren und Ausdeuten beschäftigt. Marion Brasch, jüngstes Brasch-Kind, einzige Tochter, letzte „Überlebende“ und Erzählstimme des Films, ist in Annekatrin Hendels vielstimmiger Dokumentation „Familie Brasch“ die entscheidende Instanz. Sie füllt auch eine wichtige Lücke in einer Geschichte, die vom Kampf zwischen Vätern und Söhnen handelt und in der die Frauen kaum mehr sind als Randfiguren. Neben ihr hat Hendel ehemalige Weggefährten, Geliebte und Freunde befragt wie die Schauspielerin Katharina Thalbach, den Dichter Christoph Hein, die Liedermacherin Bettina Wegner und den Künstler Florian Havemann. Auch Thomas Braschs Sohn Benjamin

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