Horror | USA 2017 | 116 Minuten

Regie: Justin Benson

Ein mysteriöses Video mit der scheinbaren Ankündigung eines Massenselbstmords verleitet zwei Brüder dazu, zu einer obskuren kleinen Sekte zurückzukehren, die sie zehn Jahre zuvor verlassen haben. Während sie freundlich aufgenommen werden, häufen sich unerklärliche Ereignisse, die das Misstrauen des einen Bruders weiter schüren, während der andere die Abkehr von der Sekte inzwischen offen bedauert. Sorgfältig inszenierter Independent-Horrorfilm, der einige Längen in der Ausbreitung der zwischenmenschlichen Dynamik aufweist. Die drastischen Enthüllungen sind jedoch klug dosiert und die Mythologie wird immer wieder auf die menschliche Ebene heruntergeholt. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE ENDLESS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2017
Regie
Justin Benson · Aaron Moorhead
Buch
Justin Benson
Kamera
Aaron Moorhead
Musik
Jimmy Lavalle
Schnitt
Justin Benson · Michael Felker · Aaron Moorhead
Darsteller
Justin Benson (Justin Smith) · Aaron Moorhead (Aaron Smith) · Callie Hernandez (Anna) · Emily Montague (Jennifer Danube) · Lew Temple (Tim)
Länge
116 Minuten
Kinostart
16.08.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Horror | Science-Fiction

Heimkino

Die Extras umfassen u.a. einen Audiokommentar der Regisseure und des Produzenten. Ein ebenfalls erhältliches "Limited FuturePak" (BD) enthält zudem eine Bonus Disk mit einem "Making of" (31 Min.) sowie ein Feature mit sieben im Film nicht verwendeten Szenen (7 Min.).

Verleih DVD
Meteor (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Meteor (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
DVD kaufen

Sorgfältig inszenierter, teilweise etwas zerdehnter Independent-Horrorfilm, der seine drastischen Momente gut dosiert.

Diskussion
Irgendwo jenseits der menschlichen Vorstellungskraft lauert das Grauen: allmächtig und eher sadistisch als gleichgültig. Dieser bestenfalls schemenhafte Grundriss einer bestimmten Spielart des Horrors wird heute allzu reflexhaft mit den Schriften von H.P. Lovecraft assoziiert – genau wie die Filme, die sich im kosmischen Entsetzen verlieren, die ihr Monster im Bild nicht fassen wollen und nicht fassen können, weil es gottgleich ist. Der arme Lovecraft ist wie sein Schriftstellerkollege Franz Kafka längst zum Begriff der Beschreibungsfaulen geworden. Vielleicht ist es zu früh zu konstatieren, der Horror habe sich mittlerweile wieder aus der Innerlichkeit – die durchaus eine Innerlichkeit der Gesellschaft sein kann – herausgerissen ins rein Übermenschlich-M

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