Die Pest (2018)

Historienfilm | Spanien 2018 | 300 (6 Folgen à 50) Minuten

Regie: Alberto Rodríguez

Spanien im 16. Jahrhundert: Dank des Handels mit Gütern aus den Kolonien in Amerika floriert die spanische Stadt Sevilla, ist zugleich aber geprägt von harschen Gegensätzen zwischen Arm und Reich. Während in der armen Vorstadt eine Pestepidemie wütet, wird ein Mann, dem die Verurteilung als Ketzer droht, in Ermittlungen in einer dubiosen Mordserie verwickelt, die die Stadt erschüttert. Die Miniserie überträgt den Pessismusmus und die Düsterkeit des „Film noir“ aufs Zeitalter des spanischen Barocks und zeichnet ein morbides Sittenbild einer von Gier und Menschenverachtung gebeutelten Stadt. Dabei überzeugt die Serie gleichermaßen als sinnlich-opulenter Kostümstoff und raffiniert gebauter historischer Verschwörungssthriller. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LA PESTE
Produktionsland
Spanien
Produktionsjahr
2018
Regie
Alberto Rodríguez · Paco R. Baños
Buch
Alberto Rodríguez · Rafael Cobos · Fran Araújo · Fernando León de Aranoa · Pedro Álvarez
Kamera
Pau Esteve Birba
Musik
Julio de la Rosa
Schnitt
José M. G. Moyano · Darío García · Paco L. Campano · Manuel Terceño
Darsteller
Pablo Molinero (Mateo Núñez) · Paco León (Luis de Zúñiga) · Sergio Castellanos (Valerio Huertas) · Patricia López Arnaiz (Teresa Pinelo) · Manolo Solo (Celso de Guevara)
Länge
300 (6 Folgen à 50) Minuten
Kinostart
-
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Historienfilm | Serie | Thriller

Spanische Historien-Krimiserie von Alberto Rodríguez mit einer dunklen Atmosphäre politischer und religiöser Korruption.

Diskussion

Woody Allen hat es getan, Paolo Sorrentino – und nun der 47-jährige Spanier Alberto Rodríguez, der derzeit erfolgreichste andalusische Filmemacher: dem Kino untreu werden mit dem boomenden Medium „Serie“. Rodríguez wurde (auch in Deutschland) durch Filme wie „7 Jungfrauen“ (2005) und besonders durch den Thriller „Mörderland – La isla mínima“ (2014) bekannt. Für seine Miniserie „Die Pest“ konnte er auf seine vertrauten Mitarbeiter bauen, unter anderem auf Rafael Cobos, seinen Co-Drehbuchautor bei „Mörderland“. Und auch wenn das Sujet ein völlig anderes ist: als düster-morbides Sittenbild schließt die Serie durchaus an den erfolgreichen Thriller an.

Ende des 16. Jahrhunderts ist Sevilla die reichste Stadt der Welt. Vom Rio Guadalquivir aus fahren die spanischen Schiffe in die „Neue Welt“ und kehren, mit Gold und anderen Schätzen beladen, wieder zurück. Die Stadt in Südspanien ist in jenen Jahren das Tor nach Ameri

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