The Tale - Die Erinnerung

Drama | USA/Deutschland 2018 | 110 Minuten

Regie: Jennifer Fox

Die US-amerikanische Dokumentaristin Jennifer Fox wird mit Mitte 40 mit einem alten Schulaufsatz konfrontiert, den sie als 13-Jährige geschrieben hat. Darin stößt sie auf Hinweise, dass sie als Jugendliche Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurde, was sich immer mehr verdichtet, je intensiver sie sich die Ereignisse des damaligen Sommers auf einer Pferdefarm und das Verhalten ihres Lauftrainers ins Gedächtnis zurückruft. Autobiografisches Drama mit einer hochambitionierten Struktur, die verschlungene und widersprüchliche Gedächtnispfade in verschachtelte Rückblenden übersetzt. So wertvoll der hervorragend gespielte Fernsehfilm als Beitrag zur Aufklärung über sexuellen Missbrauch ist, wirkt er in seiner Hochglanzästhetik und der emotionalisierenden Musik dem Thema doch nur bedingt angemessen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
THE TALE
Produktionsland
USA/Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Jennifer Fox
Buch
Jennifer Fox
Kamera
Denis Lenoir · Ivan Strasburg
Musik
Ariel Marx
Schnitt
Alex Hall · Gary Levy · Anne Fabini
Darsteller
Laura Dern (Jennifer) · Isabelle Nélisse (Jenny mit 13 Jahren) · Elizabeth Debicki (Mrs. G.) · Jason Ritter (Bill) · Ellen Burstyn (Nettie)
Länge
110 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Verleih DVD
Capelight
Verleih Blu-ray
Capelight
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Autobiografischer Spielfilm, in dem die US-Dokumentaristin Jennifer Fox den sexuellen Missbrauch ins Zentrum stellt, der ihr als 13-Jährige widerfahren ist.

Diskussion
Ihr erster Impuls ist instinktive Abwehr. Die aufgeregten Nachrichten auf ihrem Handy scheinen der Dokumentarfilmerin Jennifer Fox nur zu typisch für ihre Mutter zu sein. Immer schon hatte diese einen Hang zur Übertreibung und Aufbauschung von Nichtigkeiten. Neigungen, die im Alter noch zugenommen haben. Auch jetzt scheint der Anlass trivial: Ein Schulaufsatz, den die Tochter mit 13 Jahren geschrieben hat und der ihrer Mutter erst jetzt, mehr als drei Jahrzehnte später, in die Hände gefallen ist und sie in Schrecken versetzte. Das hinausgeschobene Telefongespräch bringt keine Klärung. Die alarmierte Panik, mit der die Mutter sie mit Begriffen wie „sexueller Missbrauch“ bombardiert, scheint der Tochter aufdringlich und unangemessen. Hatte sie in dem Aufsatz nicht lediglich ihre erste Liebesbeziehung verarbeitet, zugegebenermaßen mit einem älteren Freund? „Warum lässt du mir nicht meine Erinnerungen?“, versucht sie sich herauszuwinden, muss aber dann doch klein beigeben. An einem neuen Blick auf d

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