Die defekte Katze

Drama | Deutschland 2018 | 97 Minuten

Regie: Susan Gordanshekan

Eine Frau Anfang 30 zieht aus dem Iran zu ihrem Ehemann, den sie noch nicht lange kennt, nach Deutschland; ihre Ehe wurde von einer Heiratsvermittlerin arrangiert. Interkulturelle Unterschiede und andere Schwierigkeiten lassen das Paar bald in dysfunktionale Muster abrutschen. Das humorvolle Drama über Vorurteile, Integration und unterschiedliche Rollenbilder erforscht mit viel Sinn für Zwischentöne, was innerhalb von Beziehungen schiefgehen kann, welchen Anteil die Gesellschaft daran trägt, aber auch jeder Einzelne. Die Figuren sind dabei äußerst vielschichtig und lebensnah gezeichnet; ebenso aufmerksam und detailgenau setzen sich die Schauspieler damit auseinander. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Susan Gordanshekan
Buch
Susan Gordanshekan
Kamera
Julian Krubasik
Musik
Sebastian Fillenberg
Schnitt
Frank J. Müller
Darsteller
Pegah Ferydoni (Mina) · Hadi Khanjanpour (Kian) · Henrike von Kuick (Sophie) · Constantin von Jascheroff (Lars) · Arash Marandi (Masoud)
Länge
97 Minuten
Kinostart
04.10.2018
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion
Sie hat eine breite Nase, weit auseinanderstehende Augen, lange, graue Haare – und sie ist riesig. Diese Katze sieht eigentümlich aus. Wie ein gerupfter Löwe. Ihr Name sei „Defekt“, eröffnet Mina freudestrahlend ihrem Mann Kian. In ihrem Langfilmdebüt „Die defekte Katze“ erzählt die HFF-München-Absolventin Susan Gordanshekan die Geschichte einer arrangierten Ehe: der von Mina und Kian. Kian ist wenig begeistert von dem Tier, das Mina da anschleppt und von ihrem „eigenen Geld gekauft“ hat. Es habe vermutlich einen Gen-Defekt, erklärt er; außerdem sei „Defekt“ kein Name. Mina hat Kian über eine Heiratsvermittlerin in ihrer Heimat Iran kennengelernt. Oder genauer: Sie lernen sich erst kennen, als sie bereits verheiratet

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