Drama | Mexiko/USA 2018 | 135 Minuten

Regie: Alfonso Cuarón

Anfang der 1970er-Jahre unterstützt ein indigenes Hausmädchen in Mexico-City die Mutter von vier Kindern, die immer wieder mit längeren Abwesenheiten ihres Mannes zurechtkommen muss. An mehreren Schicksalsschlägen entlang und vor dem Hintergrund von Studentenunruhen, die am Fronleichnamstag 1971 im sogenannten „Corpus Christi Massaker“ blutig niedergeschlagen wurden, entfaltet der Film in luziden Schwarz-weiß-Bildern ein fesselndes Zeitbild, das durch seine meisterliche Bild- und Tongestaltung ebenso fasziniert wie durch seine sensible Hommage auf eine starke Frauenfigur. Der fiktionalisierte Rückblick auf die eigene Kindheit des Filmemachers Alfonso Cuarón changiert elegant zwischen realistischen Alltagsdarstellungen, Poesie und gelegentlichen humoristischen Zuspitzungen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
ROMA
Produktionsland
Mexiko/USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Alfonso Cuarón
Buch
Alfonso Cuarón
Kamera
Alfonso Cuarón
Schnitt
Alfonso Cuarón · Adam Gough
Darsteller
Yalitza Aparicio (Cleo) · Marina de Tavira (Sra. Sofía) · Marco Graf (Pepe) · Daniela Demesa (Sofi) · Carlos Peralta (Paco)
Länge
135 Minuten
Kinostart
06.12.2018
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama
Diskussion

Fiktionalisierter Rückblick des Filmemachers Alfonso Cuarón auf seine Kindheit in Mexiko City während der frühen 1970er-Jahre. In luziden Schwarz-weiß-Bildern entfaltet sich ein fesselndes Zeitbild, das durch seine Bild- und Tongestaltung ebenso fasziniert wie durch seine sensiblen Figuren.

Mit geschlossenen Augen auf einem Bein stehen – das sieht nicht nach einem großen Kunststück aus. Wenn man es selbst probiert, merkt man aber schnell, wie schwierig es ist. Dementsprechend ist es ein elendes Schwanken und Stolpern, als eine Klasse von Martial-Arts-Schülern versucht, ihrem Meister diese scheinbar so simple Übung nachzumachen. Nur eine steht am Rande des Feldes, auf dem die Schüler trainieren, wie eines Eins: Cleo, ein Hausmädchen aus dem nahen Mexiko City, das eigentlich nur zu Besuch ist, um seinen Ex-Freund zu sehen, ruht in sich wie ein Baum.

Diese kleine Szene ist einer jener Momente in Alfonso Cuaróns „Roma“, in denen der

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