Drama | Frankreich 2016 | 95 Minuten

Regie: Lola Doillon

Frankreich während des Zweiten Weltkriegs: Ein jüdisches Mädchen wird zusammen mit seinen beiden jüngeren Schwestern von der Mutter in ein Waisenhaus gebracht, in dem sie unter falscher Identität leben können, nachdem die Nazis den Nordwesten des Landes besetzt haben. Als sie dort nicht mehr sicher sind, finden sie erst im Süden des Landes bei einer Frau Schutz und machen sich dann, als die Gefahr immer größer wird, unter der Führung des Mädchens auf die Flucht in die Schweiz. Ein auf den Lebenserinnerungen von Fanny Ben-Ami beruhender Jugendfilm, der die traumatische Erfahrung von Verfolgung und Flucht ganz aus der Sicht seiner jungen Protagonisten schildert und dabei nicht nur den Betroffenen der NS-Verfolgung ein Denkmal setzt, sondern auch Parallelen zur Migration in der Gegenwart eröffnet. - Sehenswert ab 10.

Filmdaten

Originaltitel
LE VOYAGE DE FANNY
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2016
Regie
Lola Doillon
Buch
Lola Doillon · Anne Peyrègne
Kamera
Pierre Cottereau
Musik
Sylvain Favre · Gisèle Gérard-Tolini
Schnitt
Valérie Deseine
Darsteller
Léonie Souchaud (Fanny) · Fantine Harduin (Erika) · Juliane Lepoureau (Georgette) · Ryan Brodie (Victor) · Anaïs Meiringer (Diane)
Länge
95 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 6
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 10.
Genre
Drama | Jugendfilm

Heimkino

Verleih DVD
Atlas (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)
Verleih Blu-ray
Atlas (16:9, 2.35:1, dts-HDMA engl./dt.)
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Dramatischer Jugendfilm über ein 13-jähriges jüdisches französisches Mädchen, das im Zweiten Weltkrieg noch jüngere Kinder auf der Flucht in die Schweiz anführt.

Diskussion
Im Juni 1943 beginnt für die 13-jährige Fanny das, was im Filmtitel als ihre „Reise“ bezeichnet wird. Aber tatsächlich ist es eine Flucht. Eine Flucht vor der Verfolgung durch die Nazis. Seitdem die Wehrmacht den Nordwesten Frankreichs besetzt hat, werden auch hier Juden in die Vernichtungslager der Deutschen deportiert. Deshalb hat Fannys Mutter sie und ihre jüngeren Schwestern Georgette und Erika in ein Waisenhaus, eine Einrichtung der Organisation „Œuvre de Secours aux Enfants“, gebracht, wo die Mädchen unter falscher Identität leben können. Doch dann verrät ein Priester die Betreiber des Heims, und die Kinder müssen eiligst in die unbesetzte, sogenannte „freie Zone“, nach Südfrankreich, gebracht werden. Fanny und all die anderen finden ein neues Zuhause bei der gestrengen Madame Forman, die sie nachts weckt, u

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