Drama | Deutschland 2018 | 100 Minuten

Regie: Thomas Stuber

Im Sommer 1989 reist ein durch den Tod seiner Freundin verunsicherter Student auf die Ostsee-Insel Hiddensee, von wo aus immer wieder Bürger der DDR die Flucht nach Dänemark wagen. Dort heuert der junge Mann in einer Gaststätte an, wo sich ein umtriebiger russischer Kollege seiner annimmt, der auf der Insel Notquartiere für Fluchtwillige organisiert. Die kleine Gemeinschaft der Bediensteten wird durch den absehbaren Zusammenbruch der DDR jedoch zusehends aufgestört. Stimmungsvolle Romanverfilmung, die mit wenigen Rahmeninformationen auskommt, die Umbruchzeit aber anhand prägnanter Details eindringlich greifbar macht. Mit großartig verkörperten Figuren erzählt der Film vom unausweichlichen Scheitern einer utopischen Freiheitsidee in einem repressiven System. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Thomas Stuber
Buch
Thomas Kirchner · Thomas Stuber
Kamera
Nikolai von Graevenitz
Musik
Matthias Klein
Schnitt
Lars Jordan
Darsteller
Albrecht Schuch (Kruso) · Jonathan Berlin (Ed) · Andreas Leupold (Krombach) · Peter Schneider (Rimbaud) · Johann Jürgens (Cavallo)
Länge
100 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Historienfilm | Literaturverfilmung

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
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Diskussion

Auf der Fähre zur Ostsee-Insel Hiddensee blickt der junge Mann zurück aufs Festland, in Gegenrichtung zum Rest der Passagiere. Am FKK-Strand zieht er erst nach einigem Zögern sein Hemd aus, um nicht allzu deutlich zu verraten, dass er weder Sonnenbader noch Inselbewunderer ist. Das westlich von Rügen liegende Hiddensee ist 1989, in den letzten Tagen der DDR, ein idyllisches Ausflugsziel, das auch mit seiner Geschichte als Domizil von Künstlern wie Gerhart Hauptmann wirbt. Vor allem aber ist es ein Ort in Sichtweite von Dänemark und damit Startpunkt für zahlreiche Versuche, aus der sozialistischen Diktatur zu fliehen. Versuche, die meist allerdings mit einem frühzeitigen Aufgriff durch die Grenzpolizei oder mit Ertrinken enden. Diese Informationen liefert Thomas Stuber am Anfang seines Films in Form eines kurzen Dialogs, während seine Adaption von Lutz Seilers mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnetem Roman „Kruso“ sich ansonsten angenehm mit Hintergrunderklärungen zurückhäl

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