Assassination Nation

Satire | USA 2018 | 109 Minuten

Regie: Sam Levinson

In der US-Kleinstadt Salem gelangen peinliche Geheimnisse von angesehenen Bürgern an die Öffentlichkeit, sodass Chaos in der Gemeinde einzieht. Eine maskierte Gruppe gewaltbereiter junger Männer macht in einer freizügigen jungen Frau eine Verdächtige aus. Diese kann sich gerade noch ihrer Haut erwehren und stellt eine weibliche Gegenbewegung auf. Unausgegorene Möchtegern-Satire auf Waffenfetischismus, Bigotterie und männlich-reaktionäre Frauenbilder an einem historisch vorbelasteten Ort. Einige ästhetisch ambitionierte Bilder können die Absurdität des als schwarzhumoriger Thriller angelegten Films nicht verdecken, der in einer unreflektierten weiblichen Rachefantasie mündet.

Filmdaten

Originaltitel
ASSASSINATION NATION
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Sam Levinson
Buch
Sam Levinson
Kamera
Marcell Rév
Musik
Ian Hultquist
Schnitt
Ron Patane
Darsteller
Odessa Young (Lily) · Hari Nef (Bex) · Suki Waterhouse (Sarah) · Abra (Em) · Colman Domingo (Rektor Turrell)
Länge
109 Minuten
Kinostart
15.11.2018
Fsk
ab 16; f
Genre
Satire | Thriller
Diskussion

Die Enthüllung von peinlichen Geheimnissen einer vorgeblich idyllischen Gemeinschaft beschwört Chaos und Gewalt herauf. Unausgegorene Möchtegern-Satire auf Waffenfetischismus, Bigotterie und männlich-reaktionäre Frauenbilder in der historisch vorbelasteten US-Kleinstadt Salem.

Die Kamera blickt auf einen idyllischen Straßenzug, gesäumt von Bäumen im Sonnenlicht, ein Kind fährt Go-Kart – die amerikanische Vorstadt in Reinkultur. Eine junge Frau setzt aus dem Off zu längeren Erklärungen an, teils einführenden, teils vorausdeutenden Charakters, stets jedoch im hohen dramatischen Ton, der Schlimmes verheißt. Dann präsentiert „Assassination Nation“ ein eigenes Intro, gleichsam eine vorgenommene Alterseinstufung in Schlagworten, wie sie in kritischen Rezensionen Verwendung finden könnten, mit kurzen Ausschnitten des Kommenden in den Farben der US-Flagge: „toxic masculinity“, „transphobia“, „nationalism“ und so weiter. Dazu ein Soundtrack aktueller Popmusik, der ein vages Gefühl von musikalischer Zeitgenossen

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren