Der verlorene Sohn (2018)

Drama | USA 2018 | 115 Minuten

Regie: Joel Edgerton

Die realen Ereignissen nachgestaltete Geschichte eines in einem streng religiösen Milieu aufgewachsenen 19-jährigen Mannes, der in eine Institution eingewiesen wird, die sich mit kasernenartigen Methoden auf eine sogenannte Reparativtherapie stützt, um Homosexualität zu kurieren. Die inneren Konflikte des Jungen wie seiner Eltern werden mitfühlend und ohne aufputschende Dramatik beschrieben. Das von vier hervorragenden Darstellern getragene Drama konfrontiert mit einem stark auf US-amerikanische Verhältnisse fokussierten Missstand, der die Diskussion über Homosexualität und ihre psychischen und gesellschaftlichen Konnotationen bereichert. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BOY ERASED
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Joel Edgerton
Buch
Joel Edgerton
Kamera
Eduard Grau
Musik
Danny Bensi · Saunder Jurriaans
Schnitt
Jay Rabinowitz
Darsteller
Lucas Hedges (Jared Eamons) · Nicole Kidman (Nancy Eamons) · Russell Crowe (Marshall Eamons) · Joel Edgerton (Victor Sykes) · Joe Alwyn (Henry)
Länge
115 Minuten
Kinostart
21.02.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Leises Drama um einen homosexuellen jungen Mann, der in einem sadistischen Camp von seiner angeblich missgeleiteten sexuellen Orientierung kuriert werden soll.

„Gay Conversion Therapy“, zu Deutsch „Reparativtherapie“, wird auch heute noch in 36 US-Staaten aktiv betrieben. Eltern, die nicht damit zurechtkommen, dass ihr Kind homosexuell ist, weil sie das entweder als eine Strafe Gottes oder für eine fatale Wahl betrachten, schicken ihre Kinder in sogenannte Camps, wo Scharlatane unterschiedlicher Provenienz „Heilung“ versprechen.

Nach der Autobiografie von Garrard Conley, beschreibt der Schauspieler und Regisseur Joel Edgerton in „Der verlorene Sohn“ das Schicksal eines dieser unglückseligen Opfer einer fehlgeleiteten Religiosität und missverstandenen Elternpflich

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