Action | USA 2018 | 129 Minuten

Regie: M. Night Shyamalan

In einer psychiatrischen Klinik behandelt eine Therapeutin drei Männer, die über übermenschliche Kräfte zu verfügen meinen. Der Thriller von Regisseur M. Night Shyamalan knüpft an dessen Filme „Unbreakable“ (2000) und „Split“ (2016) an und führt deren Protagonisten zusammen. Der Film verlässt zwar schnell die geradlinigen Pfade eines Fantasy-Thrillers und wendet sich einem Superhelden-Psychodrama zu, vermag die Figuren aber nicht stimmig weiterzuentwickeln, da sie letztlich einer Botschaft geopfert werden, die dem menschlichen Rationalismus reichlich naiv den Glauben an „höhere“ Wesen entgegenhält. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
GLASS
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
M. Night Shyamalan
Buch
M. Night Shyamalan
Kamera
Mike Gioulakis
Musik
West Dylan Thordson
Schnitt
Luke Ciarrocchi · Blu Murray
Darsteller
Bruce Willis (David Dunn) · Luke Kirby (Pierce) · Anya Taylor-Joy (Casey Cooke) · James McAvoy (Kevin Wendell Crumb/The Beast/Patricia/Dennis) · Samuel L. Jackson (Elijah Price / Mr. Glass)
Länge
129 Minuten
Kinostart
17.01.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Action | Drama | Science-Fiction
Diskussion

Superhelden-Psychodrama in Fortführung von „Unbreakable“ (2000) und „Split“ (2016): In einer psychiatrischen Anstalt kreuzen sich die Wege von David Dunn (Bruce Willis), Mr. Glass (Samuel L. Jackson) und Kevin Wendell Crumb (James McAvoy).

Die Psychiaterin Ellie Staple hat sich auf Patienten spezialisiert, die sich für Superhelden halten. Die Obsession für Comics und ihre mit übermenschlichen Kräften begabten Figuren, so will sie ihren drei Härtefällen Elijah Price, David Dunn und Kevin Wendell Crumb klarmachen, ist vor allem eine Kompensation. Sie entspringt dem Bedürfnis, den eigenen Schwächen und Traumata zu entkommen - die Sehnsucht nach Macht oder Unverwundbarkeit kennt insbesondere der, der verwundet wurde.

Die Geburt des Superhelden aus Schwäche und Angst: Viele gute Comicverfilmungen reflektieren das, lassen sich sozusagen auf die pathologischen Seiten ihrer Figuren ein, etwa Christopher Nolans „Batman“-Trilogie, die „X-Men“- oder die „Iron Man“-Filme. Immer wieder geht damit auch die Frage nach der Legitimität von Superhelden einher: Ist ihr Kampf gegen das „Böse“ wirklich heroisch oder nicht vielmehr eine Selbstermächtigung, die eine demokratische Gesellschaft keinesfalls dulden kann?

Kein C

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