Hi, AI - Liebesgeschichten aus der Zukunft

Dokumentarfilm | Deutschland 2019 | 90 Minuten

Regie: Isabella Willinger

In Japan werden „humanoide Roboter“, autonome Maschinenwesen, in Hotellobbys, Einkaufzentren und Seniorenheimen längst im Dauerbetrieb erprobt. Der bildmächtige und überdies filmhistorisch affine Dokumentarfilm beobachtet das Aufeinandertreffen von Menschen und Maschine mit großer Aufmerksamkeit, ohne schulmeisterliche oder moralische Besserwisserei, dafür aber mit subtiler Ironie. Am Beispiel einer sprechenden Sexpuppe und eines Androiden spürt der leise Film dem Stand einer Menschheitsrevolution nach, bei der sich auch ethische Fragen im Umgang mit den Maschinenwesen kaum mehr von der Hand weisen lassen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2019
Regie
Isabella Willinger
Buch
Isabella Willinger
Kamera
Isabella Willinger
Schnitt
Stephan Krumbiegel · Olaf Voigtländer
Länge
90 Minuten
Kinostart
07.03.2019
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Bildmächtiger Dokumentarfilm über „humanoide Roboter“, die in Japan als autonome Maschinenwesen in Hotellobbys, Einkaufzentren und Seniorenheimen längst im Dauerbetrieb erprobt werden. Der Film beobachtet das Aufeinandertreffen von Menschen und Maschine mit großer Aufmerksamkeit, ohne schulmeisterliche oder moralische Besserwisserei, dafür aber mit subtiler Ironie.

Als die deutsche Technoband „Kraftwerk“ Ende der 1970er-Jahre den Song „Wir sind die Roboter“ lancierte, klang das wirklich „wie der Sound der Zukunft“ (David Bowie). In Japan und Südkorea löste dieser Track eine so gewaltige Hightech-Begeisterung aus, dass die Düsseldorfer Avantgarde-Musiker bis heute als „Mensch-Maschinen“ verehrt werden.

Wenngleich das Computerzeitalter damals noch in den Kinderschuhen steckte und mit ihm das neuartige Konzept einer „künstlichen Intelligenz“, so gelten die frühen 1980er-Jahre doch als Durchbruch dabei, synthetische, möglichst autonome Roboterwesen zu erschaffen und in den menschlichen Alltag zu integrieren. 40 Jahre später ist das, was ein

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