Heimat ist ein Raum aus Zeit

Filmessay | Deutschland/Österreich 2019 | 218 Minuten

Regie: Thomas Heise

Aus den vielfältigsten Zeugnissen seiner prominenten Vorfahren aus zwei Generationen vermisst der Dokumentarist Thomas Heise seine eigene Familiengeschichte als Konglomerat aus Flucht und Verfolgung. Aus Briefen, Tagebucheinträgen, Fotografien und Landschaftsbildern entsteht ein schillerndes Mosaik des 20. Jahrhunderts, in dem Vergangenheit und Gegenwart, kleine Sorgen und epochale Verwerfungen, konkrete Menschen und abstrakte Prozesse in unterschiedlichster Form aufeinander verweisen. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Österreich
Produktionsjahr
2019
Regie
Thomas Heise
Buch
Thomas Heise
Kamera
Stefan Neuberger · Peter Badel · Börres Weiffenbach
Schnitt
Chris Wright
Länge
218 Minuten
Kinostart
26.09.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Filmessay

Monumentales Porträt der Familie des Dokumentaristen Thomas Heise, der den Spuren seiner prominenten Vorfahren durch die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts folgt.

Diskussion

Monumentales Porträt der Familie des Dokumentaristen Thomas Heise, der den Spuren seiner prominenten Vorfahren durch die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts folgt.

Ein schlanker Stahlpfeiler wächst aus der Erde, im Wald, wie ein Relikt aus einer Epoche, die man mit einem früheren Film von Thomas Heise ,Eisenzeit‘ nennen könnte. Am oberen Ende ein Schild: „Nach der Legende stand hier Großmutters Haus.“ Eine Jägerfigur, wahrscheinlich aus Eisen, ein Wolf, die Großmutter und das Rotkäppchen klären die Situation: Man befindet sich in einem Märchenwald – einem jener Orte, von denen man nicht so recht weiß, ob Eltern mit ihren Kindern dort noch hingehen, oder man sich inzwischen für zu weltläufig für so etwas Nationales wie Märchen, Sagen, Legenden hält.

„Verschwinden“, lautete ursprünglich der Projekttitel dessen, was jetzt „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ heißt. Die beiden Titel öffnen unterschiedliche Türen, markieren andere Eingänge. „Verschwinden“ hat den klaren knappen Heise-Klang, in dem Filmtitel wie „Vaterland“ (2002),

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