Biopic | Deutschland/Tschechien 2018 | 195 (= DVD: 187); gek. auf zwei Teile DVD & TV: 181 (90 & 91) Minuten

Regie: Heinrich Breloer

Als Zweiteiler groß angelegtes Dokudrama über den Dichter Bertolt Brecht (1898-1956), mit dem Heinrich Breloer einen weiteren großen Mann der deutschen Literaturgeschichte porträtiert. In den dokumentarischen Passagen ergeben sich einige interessante Perspektiven auf den Künstler, während die Spielszenen seinem Schaffen und Denken kaum gerecht werden. Die Verdichtung auf 180 Minuten setzt zu sehr auf eine irritierend boulevardeske Parade von Liebschaften und Trennungen, Brechts Konzept eines epischen Theaters sowie der politische Kontext seines Wirkens werden nur schlaglichtartig sichtbar. Auch schauspielerisch nur teilweise überzeugend. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Tschechien
Produktionsjahr
2018
Regie
Heinrich Breloer
Buch
Heinrich Breloer
Kamera
Gernot Roll
Musik
Hans P. Ströer
Schnitt
Claudia Wolscht
Darsteller
Tom Schilling (Bertolt Brecht; 1916 - 1933) · Burghart Klaußner (Bertolt Brecht; 1940 - 1956) · Lou Strenger (Helene Weigel; 1920 - 1933) · Adele Neuhauser (Helene Weigel; 1940 - 1966) · Laura de Boer (Isot Kilian)
Länge
195 (= DVD: 187); gek. auf zwei Teile DVD & TV: 181 (90 & 91) Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12; nf, gek. DVD & TV: auch ab 6
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Biopic | Drama | Historienfilm

Heimkino

Die Standardausgabe (DVD & BD) enthält keine erwähnenswerten Extras. Die Special-Edition wartet mit folgenden bemerkenswerten Inhalten auf: Als Digipack im Schuber (DVD plus Blu-ray und Bonus-DVD) mit einem Booklet mit Interviews, Hintergrundinformationen und Fotos. Die Bonus-DVD enthält die Dokumentationen "Bi und Bidi in Augsburg: Erinnerungen an den jungen Brecht" (1978, 88 Min., R: Heinrich Breloer) und "My Name is Bertolt Brecht - Exil in U.S.A." (1989, 92 Min., R: Norbert Bunge) sowie ein längeres "Making of" (31 Min.). Die Special-Edition ist mit dem Silberling 2019 ausgezeichnet.

Verleih DVD
Release Company/Das Erste (16:9, 1:78:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Release Company/Das Erste (16:9, 1:78:1, dts-HDMA dt.)
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Als Zweiteiler groß angelegtes Dokudrama über den Dichter Bertolt Brecht (1898-1956), mit dem Regisseur Heinrich Breloer einen weiteren großen Mann der deutschen Literaturgeschichte porträtiert.

Diskussion

Regisseur Heinrich Breloer hatte sich schon Ende der 1970er-Jahre für eine Fernsehdokumentation mit dem Dichter Bertolt Brecht beschäftigt und Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Mit Hilfe des damals gefilmten Materials kann er in dem aktuellen Doku-Fiction-Zweiteiler „Brecht“ sogar Interviews mit Brechts 1989 verstorbener erster Liebe Paula „Bi“ Banholzer sowie von Mitschülern und Jugendfreunden verwenden. Mit der Liebe aus der Sicht Paulas, des begehrten und bedichteten Objekts von Brechts jugendlicher Begierde, beginnt der Zweiteiler im Milieu der Stadt Augsburg. Der 15-jährige Gymnasiast Eugen Berthold Brecht (Tom Schilling) rebelliert in einem kriegslüsternen Klima gegen den Massenmord an der Front des Ersten Weltkriegs und riskiert damit den Zorn des Vaters und den Rausschmiss aus dem Gymnasium. Persönliches im Verhältnis zum dienstbereiten Bruder und zum strengen Vater sowie ein schmissiges Lied als Leitmotiv übertönen die ersten dichterischen Werke.

Auf dem Weg zur Erstaufführung seines Theaterdebüt  „Trommeln in der Nacht“ wird Brechts erstes Kind geboren; Paula wird wegen dieser „Schande&l

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