Die Geiselnahme

Drama | USA 2018 | 101 Minuten

Regie: Paul Weitz

Eine US-amerikanische Operndiva lässt sich für ein exklusives Konzert im Präsidentenpalast einer lateinamerikanischen Diktatur engagieren. Während der festlichen Gala dringen Guerillakämpfer in den Palast ein und nehmen die internationalen Gäste als Geiseln. Draußen riegelt das Militär die Anlage ab, drinnen wächst bei Entführten wie Freiheitskämpfern der psychische Druck. Dem Thriller gelingt es allerdings nicht, aus dem spannenden Sujet eine psychologisch halbwegs stimmige Handlung zu entwickeln. Auch der Frage, ob Kunst in politischen Krisensituationen eine vermittelnde Funktion übernehmen kann, werden keine interessanten Facetten abgewonnen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
BEL CANTO
Produktionsland
USA
Produktionsjahr
2018
Regie
Paul Weitz
Buch
Paul Weitz · Anthony Weintraub
Kamera
Tobias Datum
Musik
David Majzlin
Schnitt
Suzy Elmiger
Darsteller
Julianne Moore (Roxanne Coss) · Ken Watanabe (Hosokawa) · Sebastian Koch (Messner) · Ryo Kase (Gen) · Tenoch Huerta (Comandante Benjamin)
Länge
101 Minuten
Kinostart
-
Fsk
ab 12
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama | Literaturverfilmung | Thriller

Heimkino

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Diskussion

Thriller um eine US-Operndiva, die bei einem Konzert zu Ehren eines lateinamerikanischen Diktators mitsamt der internationalen Zuhörerschaft von Guerilleros als Geisel genommen wird.

„Not everyone likes Opera“, nicht jeder liebt die Oper, heißt es zu Beginn an prominenter Stelle – und das mag bekanntlich viele Gründe haben. Einige davon sind vielleicht geeignet, um zu erklären, warum „Die Geiselnahme“ von Paul Weitz, eine Adaption des Romans „Bel Canto“ von Ann Patchett, nicht wirklich überzeugt, trotz des originellen Plots. Es hält sich ja hartnäckig das Vorurteil, Opernsänger seien keine guten Darsteller, sondern verließen sich allzu sehr auf die überwältigende Wirkung der Musik. Und überhaupt: diese überlebensgroßen Gefühle und Konflikte, die in der Oper ständig beschworen und verhandelt werden – wer soll das noch glaubwürdig finden? Schließlich: Das Gesamtkunstwerk Oper ist als sinnliches Liveerlebnis konzipiert – gefilmte Oper, Oper im Kino, ist trotz enormer Fortschritte der audiovisuellen Technik immer noch ein Nischenphänomen.

 Sind solche Vorbehalte auch bei „Die Geiselnahme“ angebracht? Ist dieser Film denn eine Oper, will er eine sein? Zumindest entlehnt er einige zentrale Handlungselemente und Figurenkonstellationen jener historischen Kunstform.

Ein exklusives Konzert

Der deutsche Verleih

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