Drama | Kolumbien/Dänemark/Mexiko 2018 | 121 Minuten

Regie: Cristina Gallego

Ende der 1960er-Jahre steigt ein indigener kolumbianischer Familienclan zuerst in den Handel mit Marihuana und später in den mit Kokain ein. Anfangs will ein besitzloser junger Mann damit nur das Brautgeld für seine Angebetete auftreiben, doch Macht, Gier, die Tradition und die Verführung des Geldes entfesseln eine Spirale aus Gewalt und Zerstörung. Naivität und Niedertracht, indigene Verhaltensweisen und die Entgrenzungen der kapitalistischen Ordnung schaukeln sich gegenseitig hoch. Mit epischem Atem und surrealen Elementen skizziert der sorgsam durchkomponierte Film eine allegorische Tragödie, in der sich Mafia- und Familiendrama, ethnografischer Film und Western gegenseitig durchdringen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
PÁJAROS DE VERANO
Produktionsland
Kolumbien/Dänemark/Mexiko
Produktionsjahr
2018
Regie
Cristina Gallego · Ciro Guerra
Buch
Maria Camila Arias · Jacques Toulemonde Vidal
Kamera
David Gallego
Musik
Leonardo Heiblum
Schnitt
Miguel Schverdfinger
Darsteller
Carmiña Martínez (Úrsula) · José Acosta (Rapayet) · Natalia Reyes (Zaida) · Jhon Narváez (Moisés) · Greider Meza (Leonídas)
Länge
121 Minuten
Kinostart
04.04.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Allegorische Tragödie über einen indigenen Familienclan aus dem Norden Kolumbiens, der Mitte der 1960er-Jahre in den Handel mit Marihuana einsteigt. Macht, Gier, lokale Traditionen und die Verführung des Geldes entfesseln eine Spirale aus Gewalt und Zerstörung.

Rapayet hat ein Auge auf Zaida geworfen. Die junge Frau, die gerade mit viel Würde und Anmut den Initiationsritus ihres Stammes bestanden hat, wartet jetzt darauf, welchem Brautwerber sie zugesprochen wird. Der Brautpreis ist hoch. Rapayet soll 30 Ziegen, 20 Kühe, fünf Halsketten und zwei geschmückte Maultiere herbeischaffen. Wie soll der junge Mann all das Geld aufbringen? Durch das Schmuggeln von Alkohol und das Schleppen von Kaffeesäcken landet jedenfalls nie das nötige Geld in seiner Kasse. Deshalb sinnt Rapayet auf eine andere Lösung.

Die Handlung von „Birds of Passage“ setzt im Jahr 1968 ein. US-amerikanische Hippies haben den Norden von Kolumbien als Ort ihrer Selbstverwirklichung und für die Beschaffung von Drogen entdeckt. Sie verteilen nicht nur antikommunistische Propaganda, sondern feiern, von M

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