Charité - 2. Staffel

Drama | Deutschland/Tschechien 2018 | Minuten

Regie: Anno Saul

Die Fortsetzung der TV-Serie um das Berliner Krankenhaus spielt während der NS-Zeit und erzählt davon, wie der Konflikt zwischen Anhängern und Gegnern des Regimes die Menschen in der Klinik polarisiert und in zahlreiche Konflikte stürzt. Dabei werden einmal mehr reale historische und fiktionale Charaktere gemischt. Im Zentrum steht der prominente Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der zwar ein Anhänger der Nazi-Regierung war, als Mediziner jedoch deren Rassenideologie unterlief, auch jüdische Patienten behandelte und sich gegen die Euthanasie wendete. Der Serie gelingt es stimmig, mittels des umfangreichen Personals der Serie ein facettenreiches Zeitbild zu entwerfen und die ethischen Konfliktlinien sichtbar zu machen. Allerdings lässt die Serie dabei die NS-Verbrechen weitgehend nur über Dialoge in die Handlung einfließen und scheut vor direkten Darstellungen zurück.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland/Tschechien
Produktionsjahr
2018
Regie
Anno Saul
Buch
Sabine Thor-Wiedemann · Dorothee Schön
Kamera
Holly Fink
Musik
Hannah von Hübbenet · John Gürtler
Schnitt
Dirk Grau
Darsteller
Ulrich Noethen (Ferdinand Sauerbruch) · Mala Emde (Anni Waldhausen) · Jannik Schümann (Otto Marquandt) · Luise Wolfram (Margot Sauerbruch) · Artjom Gilz (Artur Waldhausen)
Länge
Minuten
Kinostart
-
Genre
Drama | Historienfilm

Heimkino

Verleih DVD
Universum (16:9, 1.78:1, DD5.1 dt.)
Verleih Blu-ray
Universum (16:9, 1.78:1, dts-HDMA dt.)
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Diskussion

Die Fortsetzung der TV-Serie um das Berliner Krankenhaus spielt während der NS-Zeit und erzählt davon, wie der Konflikt zwischen Anhängern und Gegnern des Regimes die Menschen in der Klinik polarisiert und in ethische Konflikte stürzt. Dabei werden einmal mehr reale historische und fiktionale Charaktere gemischt.

Die 2017 ausgestrahlte, sechs Episoden umfassende erste Staffel der historischen Krankenhausserie „Charité“ erwies sich als imposanter Zuschauererfolg. Verständlich, dass die ARD-Programmverantwortlichen eine Fortsetzung in Auftrag gaben; zugleich auch sinnfällig, denn die Geschichte des angesehenen Berliner Klinikums lässt sich fortschreiben bis in die heutige Zeit. Der erste Zyklus siedelte im wilhelminischen Zeitalter und brachte in Anlehnung an reale Ereignisse namhafte Koryphäen der Medizingeschichte wie Rudolf Virchow und Robert Koch auf den Bildschirm, die von den Drehbuchautorinnen Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann um ein Ensemble fiktiver Figuren ergänzt wurden.

Handwerklich überzeugen konnte die von Sönke Wortmann in Szene gesetzte erste Staffel weniger – einige Rollen waren unpassend besetzt, das heraufbeschworene Zeitkolorit war nicht durchgängig stimmig, die Handlungsführung war konventionell und an bewährten Vorbildern orientiert, wie sie vor allem aus der Schmiede des Produzenten Nico Hofmann stammen, der an „Charité“ auch jetzt wiederum beteiligt ist. In der zweiten Staffel wurde Regisseur Sönke Wortmann durch den Kollegen

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