Drama | Deutschland 2018 | 100 Minuten

Regie: David Nawrath

Ein älterer Möbelpacker, der bei einer Zwangsräumungsfirma arbeitet, trifft nach Jahrzehnten seinen Sohn wieder. Ohne sich ihm zu erkennen zu geben, will er ihn vor den kriminellen Praktiken seiner Firma bewahren, doch gelingt es ihm nicht, den Sohn davon abzuhalten, im Kampf um seine Wohnung seinerseits immer mehr Gewalt ins Auge zu fassen. Das lebensechte und konzentriert entwickelte Drama lotet die Tragik seiner Vater-Sohn-Entfremdung mit psychologischem Feingefühl aus und profitiert von brillanten Darstellern. Vielschichtig und mit Sympathie gelingt auch die Zeichnung eines randständigen sozialen Milieus, ohne dessen deprimierende Seiten zu dramatisieren. - Sehenswert ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
David Nawrath
Buch
David Nawrath · Paul Salisbury
Kamera
Tobias von dem Borne
Musik
Enis Rotthoff
Schnitt
Stefan Oliveira-Pita
Darsteller
Rainer Bock (Walter Scholl) · Thorsten Merten (Alfred Hoppe) · Uwe Preuss (Roland Grone) · Albrecht Schuch (Jan Haller) · Mohammad-Ali Behboudi (Hadi)
Länge
100 Minuten
Kinostart
25.04.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 16.
Genre
Drama

Heimkino

Die Edition enthält eine Audiodeskription für Sehbehinderte.

Verleih DVD
Pandora (16:9, 1.85:1, DD5.1 dt.)
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Lebensechtes und konzentriert entwickeltes Drama über einen älteren Möbelpacker und die Zufallsbegegnung mit seinem Sohn, das die Tragik der Entfremdung psychologisch feinfühlig auslotet und auch in der Milieudarstellung überzeugt.

Diskussion

Walter hat einen Knochenjob. Der 60-Jährige arbeitet als Möbelpacker bei einer Firma, die im Auftrag eines Gerichtsvollziehers Wohnungen räumt. Er ist ein stiller Geselle, der sich mit keinem anlegen will und jede Art von Streit meidet. Gleichmütig verrichtet er seine Arbeit. Abends geht er müde nach Hause und legt sich auf die glänzenden weißen Fliesen seines Küchenbodens. Die kühlen den Schmerz, der ihm nicht nur in den Knochen sitzt, und spiegeln zugleich die Härte gegen sich selbst. So hält er sich aufrecht. Doch da taucht ein Schatten aus der Vergangenheit auf. Eines Morgens stellt sich seiner Kolonne ein äußerst wehrhafter Mieter entgegen. Es stellt sich heraus, dass der Räumungstitel aufgehoben wurde, was dem Gerichtsvollzieher aber nicht bekannt war. Walter erkennt in dem Mieter erschüttert seinen Sohn Jan. Als der vier Jahre alt war, wurde ihm seinerzeit von der Ehefrau der Kontakt untersagt. Den nimmt er jetzt auf, ohne sich aber als Vater zu erkennen zu geben.

Walter will Jan davon überzeugen, dass es für ihn besser

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