Ein Becken voller Männer

Drama | Frankreich/Belgien 2018 | 122 Minuten

Regie: Gilles Lellouche

Ein depressiver Mann ohne Arbeit schließt sich einer Synchronschwimmer-Gruppe an. Als die vom Leben nicht verwöhnten Männer an der Weltmeisterschaft teilnehmen wollen, erweist sich das ehrgeizige Ziel als enorme Herausforderung, aber auch als Startschuss für ihr Zusammenwachsen. Die einfallsreiche, leicht melancholische Ensemble-Komödie begegnet ihren sorgfältig konturierten Figuren mit Ernst, Sympathie und Mitgefühl. Eine einfühlsame Inszenierung und überzeugende Darsteller sorgen für eine außergewöhnliche Anteilnahme an dem Plot, der mit abwechslungsreichem Humor von der Entdeckung neuen Lebensmutes erzählt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
LE GRAND BAIN
Produktionsland
Frankreich/Belgien
Produktionsjahr
2018
Regie
Gilles Lellouche
Buch
Gilles Lellouche · Ahmed Hamidi · Julien Lambroschini
Kamera
Laurent Tangy
Musik
Jon Brion
Schnitt
Simon Jacquet
Darsteller
Mathieu Amalric (Bertrand) · Guillaume Canet (Laurent) · Benoît Poelvoorde (Marcus) · Jean-Hugues Anglade (Simon) · Virginie Efira (Delphine)
Länge
122 Minuten
Kinostart
27.06.2019
Fsk
ab 6; f
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Drama | Komödie
Diskussion

Einfallsreiche Ensemble-Komödie um vom Leben nicht verwöhnte Männer, die an der Sychronschwimmen-Weltmeisterschaft teilnehmen wollen.

Das Wasser kann sehr gnädig sein. Unter seiner Oberfläche verschwimmen die Proportionen und die Schwere des Körpers fällt ab. Ein Gefühl der Leichtigkeit stellt sich ein, als liege es in der eigenen Hand, auch unsportliche Glieder zu eleganten Bewegungsmustern zu motivieren. Vielleicht ist es dieser Wunsch, die Gesetze des Alterns, des körperlichen Verfalls und der Schwerkraft aufzuheben, der jene Männer verbindet, die zweimal in der Woche abends im Schwimmbad einer französischen Provinzstadt zusammenkommen. Die sieben Männer haben sich für einen „exotischen“ Sport entschieden, der weithin mit Frauen assoziiert wird: Synchronschwimmen.

Für die Gruppe scheint darin das Versprechen zu liegen, auf schillernde Weise den trüben Tagen zu entkommen. Und wer weiß? Vielleicht winkt ihnen ja sogar Beifall für ihre Körperkunst im Becken, auch wenn kein Zuschauer sie je mit dem Wasserballett-Star Esther Williams verwechseln würde.

Ein Haufen ungewöhnlicher Typen

Nicht mehr junge, wenig erfolgreich im Leben stehende Männer, die sich fürs Synchronschwimmen zum Team zusammenschließen, darüber neuen Lebensmut finden und sich am Ende sogar bei Meisterschaften bewähren, sind nicht zum ersten Mal Gegenstand eines Kinofilms. Neben dem Dokumentarfilm Der Männerschwimmclub (2010) von Dylan Williams, der vom realen Erfolg schwedischer Sy

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