Auch Leben ist eine Kunst

Dokumentarfilm | Schweiz/Deutschland 2018 | 90 Minuten

Regie: Eva Gerberding

Der deutsch-jüdische Kaufmann Max Emden (1874-1940) war ein großzügiger Kunstmäzen und Unterstützer seiner Heimatstadt Hamburg. 1927 zog er in einer Schweizer Villa, wo er zwar vor der Verfolgung durch die Nazis sicher war, aber miterleben musste, wie sein Vermögen in Deutschland beschlagnahmt wurde. Viele Bilder seiner Sammlung musste er deshalb weit unter Wert verkaufen. Der gelassen entfaltete Dokumentarfilm ruft das Leben des weitgehend vergessenen Kunstsammlers präzise und informativ mit Archivmaterial n Erinnerung. Zudem folgt er Emdens Erben im Kampf für Entschädigungsansprüche, gegen die sich die deutschen Behörden seit Jahrzehnten sperren. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Schweiz/Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Eva Gerberding · André Schäfer
Buch
André Schäfer · Eva Gerberding
Kamera
Andy Lehmann · Harald Rammler · Bernd Meiners
Musik
Ritchie Staringer
Schnitt
Fritz Busse
Länge
90 Minuten
Kinostart
25.04.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Informativer und gelassen entfalteter Dokumentarfilm über den deutsch-jüdischen Kaufmann und Kunstmäzen Max Emden, der seine Heimatstadt Hamburg großzügig unterstützte und ab 1927 ein Playboy-Leben in der Schweiz führte, bis sich die Nazis in Deutschland sein Vermögen einverleibten.

In den 1920er-Jahren war der gebürtige Hamburger ein millionenschwerer Kunstsammler und Gründer des Berliner KaDeWe. Der jüdische „Kaufhauskönig“ Max Emden war angesehen, nicht zuletzt, weil seine Heimatstadt von seinem Mäzenatentum erheblich profitierte. Schon 1927 zog er in die Schweiz, verkaufte zahlreiche Kaufhäuser und blieb dort nach der Machtübernahme der Nazis, wo er sich am Lago Maggiore auf seiner Brissago-Insel in einer imposanten Villa im Florentischen Stil niederließ.

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