Northern Disco Lights

Dokumentarfilm | Großbritannien 2016 | 74 Minuten

Regie: Ben Davis

In den 1990er-Jahren formierte sich in der norwegischen Stadt Tromsø eine kreative Techno- und Disco-Szene, die über Radiosender und Plattenlabel den auch internationalen Erfolg des Norwegian Techno Sound einleitete. Der Dokumentarfilm eines Musikproduzenten erzählt die Geschichte dieser musikalischen Revolution chronologisch mit viel Archivmaterial nach, in den formal wenig abwechslungsreichen Interviews kommen viele Aspekte aber zu kurz. Die Essenz der Bewegung vermittelt sich erst, wenn einige ihrer zentralen Figuren näher beleuchtet werden, was der Film jedoch nicht vertieft. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
NORTHERN DISCO LIGHTS
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2016
Regie
Ben Davis
Buch
Ben Davis
Kamera
Terje Rafaelsen
Schnitt
Otto Burnham
Länge
74 Minuten
Kinostart
18.04.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm | Musikdokumentation
Diskussion

Materialreicher, aber unfokussierter Dokumentarfilm über die kreative Techno- und Disco-Szene, die sich in den 1990er-Jahren in der norwegischen Stadt Tromsø formierte und dem Norwegian Techno Sound zum internationalen Siegeszug verhalf.

Der Film führt zunächst zurück in die Vergangenheit: Vor 1990 ist die norwegische Pop- und Rocklandschaft fast isoliert. Es gibt kaum Einflüsse von außen in der Musik; Schlager und Volkslieder bestimmen das Bild – im Gegensatz zu anderen westlich orientierten Ländern ist die Jugendkultur in Norwegen vollkommen unterentwickelt. Das gilt nicht nur für die Musik, sondern auch für viele andere Bereiche. Skateboard-Fahren bleibt bis Ende der 1980er-Jahre verboten. Norwegen, das ist Kartoffelland – im Vergleich mit den skandinavischen Nachbarn gelten die Norweger als Hinterwäldler. Nur einmal pro Woche wird im einzigen Radiosender Musik für junge Leute gespielt.

Das alles ändert sich erst, als um 1990 herum ein paar Teenager a

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