The Raven and the Seagull

Dokumentarfilm | Dänemark/Grönland 2018 | 70 Minuten

Regie: Lasse Lau

Semidokumentarischer Film über Grönland, seine Menschen und Mythen. In einer spielerisch-parabelhaften Annäherung verbindet der komplexe Film Natur und Kultur, Tradition und Moderne, die mal nebeneinanderstehen, sich mal widersprechen, mal ergänzen. Es geht mehr um die Offenlegung nicht verheilter Wunden, um Brüche und Widersprüche der aus dem Gleichgewicht geratenen Gegenwart als um ein essayistisches Porträt. Ein hybrider Film für eine hybride Zeit, der nach Ausdrucksformen sucht, die sich herkömmlichen Mustern entziehen. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
LYKKELAENDER
Produktionsland
Dänemark/Grönland
Produktionsjahr
2018
Regie
Lasse Lau
Buch
Lasse Lau
Kamera
Chris Dapkins
Musik
Max Schneider
Schnitt
Charlotte Munch Bengtsen
Länge
70 Minuten
Kinostart
18.04.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Semidokumentarischer Film über Grönland, seine Menschen und Mythen. In einer spielerisch-parabelhaften Annäherung verbindet der komplexe Film Natur und Kultur, Tradition und Moderne, die mal nebeneinander stehen, sich mal widersprechen, mal ergänzen.

Eine endlose Schneelandschaft wird von der Nacht in ein durchdringendes Königsblau getaucht, das jeden Millimeter beherrscht, wie bei einem getonten Schwarz-weiß-Film. Hinter einem Berg taucht ein Fahrzeug auf und fährt langsam in Richtung Kamera. Freies Gebiet, ein Bild wie aus einem Western. So stellt man sich Grönland vor: menschenleer, unberührt, ein Reiseziel für Abenteurer, frei von den Lastern der Zivilisation. Der Dokumentarfilm „The Raven and the Seagull“ erzählt von Grönland aber nicht als einem Fantasiegebilde, sondern als einem Ort, an dem Menschen leben und arbeiten. Auch von der historischen Beziehung zu Dänemark ist darin die Rede, und natürlich von der Beziehung zwischen Menschen und Natur.

Trotzdem – oder gerade deshalb – beginnt Regisseur Lasse Lau beim Mythos: der Leere und dem freien Land, das nur auf Entdecker und Siedler wartet. Ein Mythos, der oftmals mit Gewalt und Verdrängung legitimiert wurde. Grönland wurde geradezu grotesk oft „entdeckt“ und erobert. Der Film übt ganz offenkundig Kritik an den f

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