Dokumentarfilm | Frankreich 2018 | 105 Minuten

Regie: Nicolas Philibert

Der französische Dokumentarist Nicolas Philibert begleitet mehrere Monate lang eine Gruppe junger Auszubildender, die an dem Lernkrankenhaus „La Croix Saint Simon“ in Montreuil ihre Lehrzeit als Pflegekräfte beginnen. Die formal strenge Beobachtung schafft durch die Sparsamkeit der filmischen Mittel eine extrem gelungene Verdichtung, in der sich die Herausforderungen wie die Gefühlszustände der Azubis spiegeln. Der auf unprätentiöse Art äußerst warmherzige Film plädiert für mehr Respekt gegenüber einer Berufsgruppe, die sich im täglichen Kampf zwischen Arbeitsethos und finanziellen Zwängen für die Patienten aufreibt. - Sehenswert ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
DE CHAQUE INSTANT
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Nicolas Philibert
Buch
Nicolas Philibert
Kamera
Nicolas Philibert
Schnitt
Janusz Baranek · Nicolas Philibert
Länge
105 Minuten
Kinostart
02.05.2019
Pädagogisches Urteil
- Sehenswert ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Der französische Dokumentarist Nicolas Philibert begleitet mehrere Monate lang jugendliche Auszubildende an einem Lernkrankenhaus nahe Paris.

„Jemanden zu filmen heißt auch, die Person gefangen zu nehmen, sie in ein Bild einzusperren. Man muss vorsichtig sein, was man zurücklässt. Der Film ist die eine Sache, aber da ist auch noch die Phase, die nach dem Filmen kommt“, umschreibt der französische Filmemacher Nicolas Philibert sein Ethos als Dokumentarist. Seit über 25 Jahren widmet er sich mit Hingabe und großer Genauigkeit gesellschaftlichen „Randthemen“, quasi als Ein-Mann-Team, da Philibert seit Längerem nicht nur Kamera und Regie führt, sondern seine Filme zunehmend auch selbst schneidet.

Mit offenem Visier, ohne vorgefasstes Fachwissen oder Off-Kommentar und einem betont selektivem Blick hat er in den frühen 1990er-Jahren begonnen, mit jedem seiner Projekte gesellschaftlich-soziales Neuland zu betreten. Seine Filme verweigern sich klaren Schlussfolgerungen; als Zuschauer ist man im besten Sinne mittendrin in zahlreichen „Face-to-Face“-Szenen, da Philiberts Protagonisten häufig direkt in die Kamera blicken. Mit dieser speziellen Methode und Philiberts Faible f&

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