Drama | Großbritannien 2018 | 108 Minuten

Regie: Richard Billingham

Ende der 1990er-Jahre wurde der aus Birmingham stammende englische Künstler Richard Billingham mit ebenso verstörenden wie anrührenden Fotografien seiner verwahrlosten Familie bekannt. Auf der Basis seiner Erinnerungen entfaltet er in seinem Spielfilmdebüt drei Episoden aus dem Leben seiner Eltern sowie seines jüngeren Bruders. Die Sensibilität für Bildkompositionen und Lichtstimmungen sowie ein enormes Gespür für das Zusammenspiel von Figuren, Raum und Ausstattung transzendieren den rohen Sozialrealismus des auf 16mm gedrehten Films. Die Erinnerung verwandelt sich dabei zum Stoff einer mitunter schmerzhaften Schönheit. - Ab 16.

Filmdaten

Originaltitel
RAY & LIZ
Produktionsland
Großbritannien
Produktionsjahr
2018
Regie
Richard Billingham
Buch
Richard Billingham
Kamera
Daniel Landin
Schnitt
Tracy Granger
Darsteller
Ella Smith (Liz) · Deirdre Kelly (Liz, älter) · Justin Sallinger (Ray) · Patrick Romer (Ray, älter) · Joshua Millard-Lloyd (Jason, 10-jährig)
Länge
108 Minuten
Kinostart
09.05.2019
Fsk
ab 12; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 16.
Genre
Drama
Diskussion

Aus den Erinnerungen an seine Kindheit im heruntergekommenen „Black Country“ in Birmingham entwickelt der englische Fotograf Richard Billingham drei Episoden über das verwahrloste Leben seiner Familie. Ein zärtliches Porträt ramponierter Schönheit.

„Ray’s a Laugh“ hieß die Serie, mit der der englische Fotograf Richard Billingham Ende der 1990er-Jahre bekannt wurde. Die Bilder waren hart, zärtlich, schmutzig, komisch und traurig zugleich.

„Ray’s a Laugh“, ursprünglich in Buchform veröffentlicht, dokumentierte die Eltern des Künstlers, Ray und Liz, in ihrer heruntergekommenen und mit billigem Nippes ausgestatteten Wohnung im verarmten Black Country in Birmingham. Ray, ein hagerer Alkoholiker mit gerötetem Gesicht im freien Fall, die übergewichtige Kettenraucherin Liz im geblümten Kleid und mit tätowierten Armen in ein Puzzle vertieft, eine weiß-schwarz gescheckte Katze im freien Flug über Ray, der auf einem Campingstuhl in Deckung geht. Gemusterte Tapeten, die sich von den Wänden lösen, alte Matratzen, Pappkartons, ein durchgesessenes Sofa, Blumengestecke.

Kindheit in der Thatcher-Ära

Billinghams Gespür und Sensibilität für Bildkompositionen und Lichtstimmungen,

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