Drama | Frankreich 2018 | 99 Minuten

Regie: Cécilia Rouaud

Drei einander entfremdete Geschwister versuchen, sich abwechselnd um ihre demente Großmutter zu kümmern. Doch ihre jeweiligen Lebensumstände lassen sie bald erkennen, dass sie sich mit der gut gemeinten Absicht übernommen haben. Eine mit neurotischen Charakteren, Situationskomik und spitzzüngigen Dialogen operierende Tragikomödie, deren Witz durch das schematische Drehbuch eher verhalten ausfällt. Anrührend und lebensnah ist der ernste Nebenstrang um die schwächer werdende Großmutter und die Ohnmacht ihrer Angehörigen. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
PHOTO DE FAMILLE
Produktionsland
Frankreich
Produktionsjahr
2018
Regie
Cécilia Rouaud
Buch
Cécilia Rouaud
Kamera
Alexis Kavyrchine
Musik
Alexandre Lier · Sylvain Ohrel · Nicolas Weil
Schnitt
Fabrice Rouaud
Darsteller
Vanessa Paradis (Gabrielle) · Camille Cottin (Elsa) · Pierre Deladonchamps (Mao) · Jean-Pierre Bacri (Pierre) · Chantal Lauby (Claudine)
Länge
99 Minuten
Kinostart
16.05.2019
Fsk
ab 0; f
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Drama | Komödie
Diskussion

Tragikomödie um drei Geschwister, sich abwechselnd um ihre demente Großmutter kümmern wollen, aber bald erkennen, dass sie sich damit übernehmen.

Bewegungslos auf einem Fleck stehen, in der Sonne strahlen und Touristen ein prächtiges Fotomotiv bieten: Wenn Gabrielle sich an einem schattigen Platz nahe der Seine als lebende Statue aufstellt, darf man die rund 40-jährige Frau in ihrem Idealzustand wähnen. Unpraktisch ist der goldene Überzug allerdings dann, wenn Gabrielle ihn schnell wieder loswerden muss, weil sie an diesem Tag Wichtigeres zu tun hat als im öffentlichen Raum zu performen.

Ermahnt von ihrem leicht genervten 12-jährigen Sohn, eilt Gabrielle zur Beerdigung ihres Großvaters, trifft trotz aller Mühe aber erst während der kirchlichen Trauerfeier ein. Damit ist sie nicht einmal die Letzte. Dieser Part fällt ihrem Bruder Mao zu, der sich erst auf dem Friedhof unter die Trauernden reiht, allerdings nicht aus Schusseligkeit wie Gabrielle, sondern weil er sich nicht zum Aufbruch entschließen konnte.

Echte Trauer um den Toten, einen offensichtlich wenig sympathischen Zeitgeno

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren