Was kostet die Welt

Dokumentarfilm | Deutschland 2018 | 91 Minuten

Regie: Bettina Borgfeld

Die dünn besiedelte Insel Sark im Ärmelkanal war bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts ein Überbleibsel des Feudalismus. Ab den 1990er-Jahren allerdings bemächtigten sich die britischen Milliardäre David und Frederick Barclay mehr und mehr die Insel zu bringen, was die politische Tradition des Eilandes umstürzte und die Gemeinschaft zunehmend erpressbar machte. Der Dokumentarfilm stellt die Handlungen der Brüder als rücksichtslose Zerstörung einer als sehr harmonisch geschilderten Vormoderne dar. So einseitig er dabei argumentiert, verdeutlicht er doch eindringlich, wie fragil und schutzlos eine funktionierende kleine Gemeinschaft dem Druck des Kapitals entgegensteht. - Ab 14.

Filmdaten

Originaltitel
Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2018
Regie
Bettina Borgfeld
Buch
Bettina Borgfeld
Kamera
Börres Weiffenbach · Bettina Borgfeld · Marcus Winterbauer
Musik
Daniel Sus · Peter Gabriel Byrne
Schnitt
Mechthild Barth · Franziska von Berlepsch
Länge
91 Minuten
Kinostart
16.05.2019
Pädagogisches Urteil
- Ab 14.
Genre
Dokumentarfilm
Diskussion

Engagierter und eindringlicher, wenn auch einseitig argumentierender Dokumentarfilm über das Schicksal der Kanalinsel Sark, die durch aggressive Landkäufe und andere Einflussversuche der milliardenschweren Brüder Barclay in die Abhängigkeit des Großkapitals geriet.

„Am Anfang war das Paradies“ – dieser Satz eröffnet die engagierte Dokumentation von Bettina Borgfeld (Raising Resistance) und beschreibt zugleich die Fallhöhe des Konflikts, der im Folgenden gezeichnet werden soll. Sark, die viertgrößte und dünn besiedelte britische Insel im Ärmelkanal, war lange ein Überbleibsel des Feudalismus. Weder Teil des Vereinigten Königreichs noch eine Kronkolonie, sondern als Kronbesitzung direkt der britischen Krone unterstellt, begann die Demokratisierung dort erst mit den Wahlen von

Filmdienst Plus

Ich habe noch kein Benutzerkonto
Kommentar verfassen

Kommentieren